Sand, Chemikalien und Wasser im Untergrund
Grüne: Regierung öffnet Tür für Fracking

Bild: dpa
München. (dpa/lby) Die Landtags-Grünen haben der Staatsregierung vorgeworfen, klammheimlich die Tür zu einer hochumstrittenen Gas-Fördermethode zu ebnen, dem sogenannten Fracking. Hintergrund ist die Vergabe einer Erkundungslizenz an ein britisches Energieunternehmen, das in der Oberpfalz nun entsprechende Nachforschungen betreiben darf. Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann warf der CSU deshalb vor, entgegen eigener Beteuerungen Fracking im großen Stil vorzubereiten.

Das Wirtschaftsministerium wies derlei Befürchtungen zurück. «Das Unternehmen weiß, dass Fracking nicht möglich ist in Bayern», sagte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage. Es handle sich um eine Erkundungslizenz. Bohrungen seien dabei eindeutig nicht erlaubt.

Beim sogenannten Fracking wird ein Gemisch aus Sand, Chemikalien und Wasser in den Untergrund gepresst, um Gestein aufzubrechen und das dort möglicherweise vorhandenes Gas freizusetzen. Die Methode ist umstritten - Umweltschützer warnen vor Risiken für das Grundwasser.

Dem Vernehmen nach könnte das Unternehmen auch darauf aus sein, bei den Nachforschungen in der Oberpfalz auf Erdölvorkommen zu stoßen. Die Chance dafür liege bei rund 20 Prozent, hieß es am heutigen Montag.
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