12.04.2011 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

"Schloßberger" begeistern Publikum beim Ernst-Mosch-Gedächtniskonzert Ein böhmischer Traum

"Wir können ohne böhmische Blasmusik nicht leben", gestand der Chef der "Schloßberger", Albert Grießl, und sprach dem großen Publikum aus dem Herzen. Liebhaber der besonderen Musik von Ernst Mosch kamen auch beim dritten Gedächtniskonzert für das große Idol voll auf ihre Kosten.

Bild zu Artikel Ein böhmischer Traum
von Josef ForsterProfil

Erneut verzauberte die Kapelle aus Eslarn vor ausverkauftem Haus die Zuhörer in glänzender Atmosphäre mit bester Qualität. Der Saal war so voll, dass selbst die vorsorglich aufgestellten Bankreihen an den Außenwänden ringsum besetzt waren.

Bus voller Fans

Ein Bus voller Mosch-Fans war aus Langensendelbach bei Forchheim angereist. Und die Autos, die fast ganz Pfrentsch zuparkten, stammten von Besuchern weit über die Region hinaus.

Das große Konterfei des Idols prangte unübersehbar inmitten des Bühnenraums. Bei der Vorstellung der Musikanten erinnerte Grießl an Franz Bauer, der im Herbst jung gestorben war. Das straffe Programm mit vielen Stücken überraschte und überzeugte die Zuhörer ausnahmslos. Walzer, Polkas und Potpourris wechselten sich gut gemischt ab.

Der Schwerpunkt lag auf vielen alten und weniger bekannten Werken der Egerländer. Die beliebten und bekannten Stücke kamen natürlich nicht zu kurz. Dafür gab es zwei Blöcke am Beginn und zum Ende des rund vierstündigen Konzertabends.
Der Gesang von Lisa Grießl und Nobert Roßmann setzte so manchem Lied die Krone auf. Einen zusätzlichen Kunstgenuss bot Leiter Manfred Wild, der die Musiker mit ganzer Leidenschaft führte, anspornte, forderte und das Äußerste herausholte.

Dosierte Lautstärke

Die hervorragend eingestellte Verstärkeranlage ließ jeden Ton auch noch bis in die hinterste Ecke der Pfreimdtalhalle bestens erklingen. Wohldosiert war auch die Lautstärke. Die Bedienungen in feschen Dirndln mussten pausenlos köstlichen Zoigl vom "Ströhern" und dessen Brotzeiten unter das Publikum bringen.

Am Ende des Programms war gegen Mitternacht noch nicht wirklich Schluss. Vielmehr nahm sich das Ensemble Zeit und erfüllte Wünsche des Publikums. Und so kamen die nicht ans Heimgehen denken wollenden Besucher noch in den Genuss eines dritten Teils, in dem der "Böhmische Traum" nicht fehlen durfte.

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