Serbien und das Kosovo legen ihren Dauerstreit bei
Einigung im zehnten Anlauf

Serbien und das Kosovo haben sich nach Jahrzehnten des Streits und blutiger Auseinandersetzungen auf eine Normalisierung ihrer Beziehungen geeinigt. "Die Verhandlungen sind beendet, wir haben einen Text, den beide Seiten paraphiert haben", sagte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton am Freitag in Brüssel.

Sie hatte die Gespräche der Regierungschefs Ivica Dacic (Serbien) und Hashim Thaci (Kosovo) geleitet. Das Ergebnis wurde in der zehnten Runde erzielt. Damit ist für beide Länder das Tor zu einer Annäherung an die Europäische Union geöffnet.

Serbien kann jetzt damit rechnen, dass die EU-Staats- und Regierungschefs im Juni ein Datum für Beitrittsverhandlungen setzen. Das Kosovo dürfte nun einen Termin für Verhandlungen über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen erhalten - eine Vorstufe späterer Beitrittsverhandlungen.

"Ich glaube, dass dies für beide ein wirklicher Schritt nach vorne in ihre europäische Zukunft ist", sagte Ashton. Umstritten war vor allem der Status des fast ausschließlich von Serben bewohnten Nordens des Kosovos, für den Serbien weitreichende Autonomie forderte. (Seite 8)
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