Siegfried Walter berichtet bei Kongress in Stuttgart über Maßnahmen am Waldfreibad Altglashütte
Energieverbrauch immer weiter reduziert

Detaillierte Aufzeichnungen hat Schwimmmeister Siegfried Walter über das Freibad Altglashütte erstellt. Gerade die Energieeinsparungen sind hier dokumentiert. Seine Erfahrungen durfte der Schwimmmeister vor kurzem beim Kongress des Badewesen in Stuttgart vorstellen. Eingeladen hatte Professor Dr. Ing. Günther Gansloser, Vorsitzender des technischen Ausschusses der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen.

Vor seinem Referat gab Walter Informationen zur geografischen Lage das Freibad und den Witterungsverhältnisse, auf 720 Meter Höhenlage. Auch die angespannte wirtschaftliche Situation der Kommune führte Walter an. Gerade der Energieverbrauch zwinge deshalb zu Einsparungen. Der Sprecher zeigte auf, welche Maßnahmen bereits getroffen wurden, um Kosten für die Wassererwärmung zu senken. In den Anfangsjahren seit Eröffnung 1973 lag der durchschnittliche Saisonverbrauch bei bis zu 100 000 Liter Heizöl, bei einem Preis von 0,09 DM/Liter.

Auftakt mit Rippenrohren


Als erste Maßnahme zur Energieeinsparung erwähnte Walter die Verlegung von Rippenrohren auf den Flachdächern und die Montage von abgeänderten Sonnenkollektoren. Der Heizölverbrauch sank auf 40 000 Liter im Jahr. "Die Preissteigerungen haben aber dazu geführt, dass der Ausgabeposten nicht gesunken ist." Und Nachttemperaturen von bis zu 5 Grad hätten den Einsatz der Ölheizung notwendig gemacht. Immerhin würde das Beckenwasser am Tag auf 26 Grad aufgeheizt. Nächster Schritt sei 2009 die Anschaffung einer Beckenabdeckung gewesen. 62 000 Euro seien investiert worden. Eine erhebliche Summe für den Förderkreis Freibad Altglashütte, der zwischenzeitlich das Bad betreibt. Alle Arbeiten sei in ehrenamtlicher Weise durchgeführt worden. "Die Verantwortlichen waren besorgt, ob sie einen Fehlkauf getätigt haben", wusste Walter. Nach Saisonende hätte sich gezeigt, dass der Verbrauch auf rund 20 000 Liter reduziert.

9000 Liter im Jahr

Und eine positive Bilanz konnte Walter auch zum Ende des diesjährigen schwachen Badesommers vorlegen. Trotz angenehmer Wassertemperaturen konnte der Heizölverbrauch auf 9000 Liter gesenkt werden. "Leider fanden wir von der politischen Seite kein Gehör und finanzielle Unterstützung", bedauerte Walter.
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