sind alle gleich
Unterm Messer

Unterm Messer sind alle gleich Auch am Nürnberger Klinikum gibt es Medizintourismus. Durchschnittlich 800 Patienten pro Jahr kommen zur Behandlung aus dem Ausland angereist. Das Gros stammt aus Russland, Kasachstan oder Aserbaidschan und nimmt meist ambulante Leistungen in Anspruch. Rund 160 Kranke werden über Patienten-Vermittler geschickt, das Wort "Provision" lehnt Bernd Siegler, Pressesprecher des Klinikums, ab. Für Betreuungs- und Übersetzungsleistungen gebe es 10 bis 15 Prozent der Behand
Auch am Nürnberger Klinikum gibt es Medizintourismus. Durchschnittlich 800 Patienten pro Jahr kommen zur Behandlung aus dem Ausland angereist. Das Gros stammt aus Russland, Kasachstan oder Aserbaidschan und nimmt meist ambulante Leistungen in Anspruch. Rund 160 Kranke werden über Patienten-Vermittler geschickt, das Wort "Provision" lehnt Bernd Siegler, Pressesprecher des Klinikums, ab. Für Betreuungs- und Übersetzungsleistungen gebe es 10 bis 15 Prozent der Behandlungskosten. Von Abzocke könne keine Rede sein. "Ob ein Geschäftsmann aus Dubai oder ein Nürnberger sich den Blinddarm entfernen lässt, bei uns alle zahlen alle den gleichen Preis", sagt Siegler. (gük)

Lederkutten ins Gebet nehmen

Schwarze Lederkutten, geflügelte Totenköpfe - die Nürnberger müssen sich an diese Symbole wohl gewöhnen. Nun rollen die "Hells Angels" an, um ihr neues Clubhaus in einem Industriegebiet zu eröffnen. Die Motorradrocker sorgten bisher in Norddeutschland wegen blutiger Auseinandersetzungen für Schlagzeilen. Die fränkische Polizei hält die Lage nicht für kritisch, spricht aber von einer "abstrakten Gefahr". Um den Höllenengeln die Grenzen aufzuzeigen, setze man auf sogenannte Gefährderansprachen: Die Beamten nehmen die potenziell problematischen Rocker ins Gebet und machen ihnen klar, "was wir dulden und was nicht", betont Polizeisprecherin Elke Schönwald. (gük)

Mit rund 772 Euro Rente überleben

Manche können sich ihr hohes Alter bald nicht mehr leisten: Rund 772 Euro im Monat erhält ein Nürnberger durchschnittlich als Nettorente überwiesen. Das hat der DGB Mittelfranken errechnet, und deren Chef Stephan Doll warnt bereits vor "Gefahren der Altersarmut". Jubelmeldungen im Superwahljahr vom "Jobwunder" auch bei älteren Menschen oder von steigenden Renten seien grob fahrlässig. Laut einer repräsentativen Umfrage gingen 38 Prozent der Beschäftigten mittlerweile davon aus, dass sie von ihrer gesetzlichen Rente später nicht leben können. Bei den Jungen zwischen 25 bis 35 Jahren sind es sogar 51 Prozent. (gük)
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