Sorghof legt Kirwa und Fest zum 75-Jährigen zusammen - Aufbauarbeit der Gründergenerationen ...
Auch als junges Dorf lässt es sich gut feiern

Die feiernden Vereine zogen mit ihren Festpaten zur Kirche, um gemeinsam einen Gottesdienst zu feiern und im Anschluss der verstorbenen Sorghofer zu gedenken. Bild: gj
Der Ort Sorghof war in doppelter Feierlaune. Das Dorf wurde 75 Jahre alt und die Kirwa sollte nicht minder festlich begangen werden. Neben einem Sorghofer Heimatabend stand ein Gedenken aller bisher verstorbener Ortsbewohner im Mittelpunkt des Festprogramms.

Die Vereine, ihre Patenvereine, Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verbänden, Soldaten der US-Army, Einwohner und Gäste trafen sich am frühen Sonntagmorgen zu einem Kirchenzug, angeführt von den Dagesteiner Musikanten aus Vilseck. In der Pfarrkirche Herz-Jesu zelebrierte Vilsecks Stadtpfarrer Dietmar Schindler einen Festgottesdienst, der vom Kirchenchor und Gerhard Baierl an der Orgel musikalisch umrahmt wurde.

Der Geistliche gratulierte der Festgemeinde: "Sie haben Grund stolz zu sein auf diesen Ort und auf die Geschichte, die von Euren Eltern gegründet worden ist." Was damals ein Neuanfang gewesen sei, werde heute von den Nachkommen gepflegt als "Pioniertat der Vorfahren". Nach dem Gottesdienst zogen die Teilnehmer zum renovierten Kriegerdenkmal, darunter auch die beiden Ehrenschirmherren Landrat Richard Reisinger und der ehemalige Bürgermeister von Sorghof, Anton Engelhardt. In Sorghof seien Ehrungen am Kriegerdenkmal Brauch, begrüßte Werner Stubenvoll als Vorsitzender der Soldaten- und Kriegerkameradschaft die Gäste. Zunächst dankte er allen, die zur Renovierung des Kriegerdenkmals beigetragen hatten.
"Wenn wir uns an unsere Verstorbenen erinnern, sehen wir oft deren Gesichter. Gesichter, die viel für den Ort, die Menschen und Vereine geleistet haben. Nicht Mauern und Häuser machen einen Ort aus, sondern die Menschen, die darin leben", würdigte Stubenvoll das Wirken der verstorbenen Sorghofer. "Wir sagen heute hier am Ehrenmal Danke all den Menschen, die bereits verstorben sind, die aber die Ortschaft Sorghof mit viel Arbeitskraft und Fleiß aufgebaut haben. Die Lebenden haben die Verpflichtung, das Besondere dieses Ortes zu bewahren und weiter zu geben für eine gesicherte Zukunft", schloss sich Bürgermeister und Schirmherr Hans- Martin Schertl an. Das Ehrenmal, erinnerte er, sei früher in Haag gestanden und an seinem jetzigen Ort wieder aufgestellt und nun auch renoviert worden. "Lassen sie die alte Tradition aus der früheren Heimat in der neuen Heimat Sorghof weiterleben", appellierte Schertl.

In seinem Gebet beim Gedenken sagte Pfarrer Dietmar Schindler, viele junge Menschen seien durch Kriege aus dem Leben gerissen worden. Man könne sich jedoch sicher sein, dass sie gerne auch an einem Aufbau ihrer Heimat mitgearbeitet hätten.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.