09.08.2007 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

SPD-Fraktionschef fordert Millionen für die Universität Regensburg Unterlassene Hilfeleistung

"Regensburg first" - wenn es nach Franz Maget, dem Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion, geht, dann muss die Regensburger Universität auf der "CSU-Geschenkeliste" im Wahljahr 2008 ganz oben stehen. Angesichts eines Sanierungsbedarfs von 300 Millionen Euro dürfe die Modernisierung nicht auf die lange Bank geschoben werden, sagte er bei einem Besuch auf dem Campus.

von Uli Piehler Kontakt Profil

Der Freistaat sei dies schon deswegen schuldig, weil diese Uni unter dem Kahlschlag der Stoiber'schen Sparpolitik besonders zu leiden hatte. Zum Glück, so Maget, seien die Kassen des Freistaats inzwischen so gut gefüllt, dass diese "unterlassene Hilfeleistung" für die Regensburger Uni noch nachgeholt werden könne. Franz Maget: "Die Universität in Regensburg ist leider zum Synonym geworden für erhöhten Investitionsbedarf aller bayerischen Hochschulen."

Gleichzeitig sprach sich der SPD-Fraktionschef nach dem Gespräch mit Universitätsrektor Alf Zimmer dafür aus, in den nächsten Jahren in Regensburg einige tausend zusätzliche Studienplätze (manche sprechen sogar von 10 000) zu schaffen. Maget: "Ohne Universität wäre ein Wirtschaftswachstum wie in den vergangenen Jahren in Regensburg nicht möglich gewesen. Dazu gehören auch die Fachhochschulen in diesem Raum."

Vom Wissenschaftsministerium gab es auf Magets Forderung keine Reaktion. Die Pressestelle verwies auf die laufenden Investitionspläne. Demnach sei für Regensburg in den nächsten vier Jahren der Aufbau von rund 1700 neuen Studienplätzen vorgesehen. Insgesamt soll ab 2008 bis zum Jahr 2013 rund eine Milliarde Euro in die bayerischen Hochschulen investiert werden.

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