27.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

SPD-Stadtratsfraktion wendet sich an Oberbürgermeister Feller Wie viel Bahnhof muss noch sein?

Der halbrunde Lokschuppen (Bildmitte) könnte für kulturelle Zwecke genutzt werden, meint die SPD. Sie will auch geklärt haben, welche Flächen des Schwandorfer Bahnhofs die Bahn noch braucht. Hintergrund ist auch die bessere Anbindung des Eglsee-Gebietes, das südlich (im Bild unten) an den Bahnhof anschließt. Luftbild: Götz
von Redaktion OnetzProfil

Schwandorf. (ch) Der brachliegende Lokschuppen auf dem Bahnhofsgelände ließ im Kommunalwahlkampf Ideen aufsprießen. Das markante, halbrunde Gebäude würde sich für eine Nutzung gerade für Jugendliche eignen, brachte Bürgermeisterin Ulrike Roidl (SPD) als OB-Kandidatin auf den Tisch. Jetzt will ihre Fraktion das Projekt angehen.

Fraktionsvorsitzender Franz Schindler wendet sich in einem Schreiben an Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) mit dem Anliegen, mit der Deutschen Bahn zu klären, welche Flächen und Anlagen für den Betrieb am Schwandorfer Bahnhof noch gebraucht werden. Das Thema ist nicht neu, seit Jahren ist aber seitens der Bahn immer wieder zu hören, dass eine entsprechende Analyse laufe.

Die SPD wolle nun endlich Klarheit über die Zukunft des Bahngeländes, heißt es in einer Mitteilung Schindlers. Insbesondere will die SPD wissen, ob und falls ja, unter welchen Konditionen die Stadt Flächen für eine bessere Anbindung des Eglsee-Gebietes an die Innenstadt erwerben könnte. Natürlich hänge der Bedarf der Bahn auch von der Elektrifizierung der Strecke nach Hof und der Entwicklung des Güterverkehrs ab.

Nach bisherigem Kenntnisstand scheine es so zu sein, schreibt Schindler, dass auch bei einer Stärkung des Bahnknotens Schwandorf bisher vorhandene Gleisanlagen künftig nicht mehr benötigt werden, wodurch nicht unerhebliche Flächen entlang der Pesserlstraße und der Egelseer-Straße anders genutzt werden könnten, schreibt Schindler an den OB.

Die Klärung der Frage nach dem künftigen Bedarf der Deutschen Bahn sei auch Voraussetzung für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs und für Planungen zur besseren Anbindung des Egelsee-Gebietes an die Innenstadt, so Schindler.

Das städtebauliche Entwicklungskonzept hat besonders herausgestellt, dass die südlichen Stadtteile für Fußgänger und Radfahrer besser an die Innenstadt angebunden werden sollten. Außerdem sind weitere Park-and-ride-Plätze am Bahnhof nötig, weil auch immer mehr Pendler die guten Zugverbindungen nutzen. Der Parkplatz könnte südlich der Gleise an der Eglseer Straße entstehen, wenn ein Übergang über die Gleise verwirklicht werden könnte. Auch diese Gedanken gibt's im Rathaus und Stadtrat schon seit geraumer Zeit.

Vor allem der seit vielen Jahren nicht mehr genutzte Lokschuppen soll nach Ansicht der SPD-Fraktion nicht nur als Wahrzeichen der Eisenbahnerstadt Schwandorf, sondern auch wegen seiner zentralen Lage und außergewöhnlichen Architektur erhalten bleiben und kulturell genutzt werden.

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