17.08.2007 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

SRZ-Gespräch mit dem Cello-Meister Misha Quint, New York: "SRIMF" bleibt keine Eintagsfliege Musik-Festival 2008 fest im Blick

Nach zwei Festivals unter seiner Regie in Berkshiers (USA) und Hinterzarten braucht er jetzt erst einmal Erholung: Ein paar Tage in München, und danach Wandern in Österreich oder der Schweiz, verrät uns Misha Quint. Und fügt augenzwinkernd hinzu: "Natürlich mit dem Cello im Rucksack. . ."

Misha Quint: "Wenn ich alle meine Pläne umsetzen kann, wird das "Sulzbach-Rosenberg International Music Festival" 2008 in noch größerem Stil über die Bühne gehen". Bild: Hartl
von Uli Piehler Kontakt Profil

Es vergeht in der Tat fast kein Tag, an dem der Weltklasse-Musiker aus New York nicht zu seinem geliebten Instrument greift. Eine Kostprobe seines Könnens gab er jetzt wieder bei einem viel bejubelten Konzert im Sulzbach-Rosenberger Rathaussaal zusammen mit der Pianistin Elena Kuschnerova und Emanuel Borok, Violine.

Unmittelbar nach Beendigung des Festivals im Schwarzwald war Quint am Montag von Hinterzarten in die Herzogstadt gekommen und für einige Tage im Sperberbräu abgestiegen. Dort hatten wir nach einer langen Probennacht Gelegenheit, mit dem Künstler zu sprechen.

Mit Hinterzarten und Berkshiers (auf halbem Wege zwischen New York und Boston) hat der Cellist in diesem Jahr zwei neue Festival-Standorte etabliert. Unsere wichtigste Frage an den Maestro: "Wird es eine Neuauflage des "Sulzbach-Rosenberg International Music Festival" (SRIMF) geben?" Ja, meint Misha Quint mit seinem jungenhaften Lächeln und avisiert den August 2008. Nach Hinterzarten könnte dann am 5. oder 6. August "SRIMF zwo" in der Herzogstadt starten.

SRIMF II noch größer?

Eine gute Zeit, meint dazu Christl Pelikan-Geismann, eine langjährige Freundin von Misha Quint, weil das Festival im August nicht in Konkurrenz zu anderen Großveranstaltungen in Sulzbach-Rosenberg treten müsste. Das wieder mit internationalen Musikprofessoren und Master-studenten besetzte SRIMF soll, so plant es Quint, sogar in noch größerem Stil über die Bühne gehen als die Festival-Premiere im Vorjahr.

Für alle seine Festivals, die er unter dem Markenbegriff "Interharmony Festivals" auch auf einer eigenen Website vorstellt, hat Misha Quint inzwischen Teilnehmer-Wartelisten. Sicher wird man da bald auch etwas über SRIMF 2008 lesen können, denn die Planungen unter der organisatorischen Federführung der Stadt Sulzbach-Rosenberg sind bereits angelaufen. Das Festival soll wieder über einen Zeitraum von zwei Wochen laufen und mehrere hochklassige Konzerttermine anbieten.

Diesmal nicht zum "Boder"

Ob er so wie 2006 die wenigen Tage in Sulzbach-Rosenberg auch zu einem Friseur-Besuch in "chicken birds barbershop" (beim Hennevogl-Boder) nutzen wird? Diese Frage verneint Misha Quint, indem er den Zeigefinger grinsend an seine "hohe Stirn" lebt: "Ich muss feststellen, dass ich den Friseur von Jahr zu Jahr weniger benötige".

Was er nach zwei Festivals und dem Konzert im Sulzbacher Rathaus aber dringend braucht, ist Erholung. Mit Freundin geht es zunächst für einige Tage nach München, dann eventuell in die Berge, nach Österreich oder in die Schweiz. Und anschließend nach Amsterdam zum Rückflug in die Staaten.

Jazz-Konzert vom Freund

Dort folgt auf einen arbeitsintensiven Sommer ein ebenso terminreicher Herbst und Winter - mit Konzertterminen in Pittsburgh, New York, England und vielleicht auch Deutschland. Am meisten freut sich Misha Quint darauf, endlich einmal das Jazz-Konzert für Streicher und Cello zu spielen, das sein Freund Nathan Davis extra für ihn geschrieben hat.

Ob man das vielleicht bei SRIMF 2008 auch in Sulzbach-Rosenberg zu hören bekommt? Wenn es von der Besetzung her möglich ist. . . "why not?", meint der Cello-Meister lachend.

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