17.09.2008 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Stahl-Nachfolger im Stimmkreis Weiden gesucht Frauen drängen in den Landtag

von Uli Piehler Kontakt Profil

Wer erbt das Direktmandat von Georg Stahl (68) im Stimmkreis Weiden? Vier Frauen und sechs Männer wollen nach der Landtagswahl am 28. September in die Fußstapfen des CSU-Landtagsabgeordneten aus Pirk (Kreis Neustadt/WN) treten. Höchstwahrscheinlich bekommt Stahl eine Nachfolgerin: CSU und SPD haben bei den Nominierungsversammlungen jeweils eine Frau auf ihr Schild gehoben.

Die CSU schickt die 51-jährige Bankkauffrau Petra Dettenhöfer aus Kirchenthumbach ins Rennen. Sie ist seit 14 Jahren Bezirksrätin und führt dort seit 2003 die CSU-Fraktion. Die SPD setzt auf Annette Karl (48) aus Altenstadt. Die Kreisrätin verbuchte bei den Kommunalwahlen im März einen Achtungserfolg, als sie als Landratskandidatin gegen Amtsinhaber Simon Wittmann (CSU) antrat und 31,6 Prozent der Stimmen holte. Auch die Grünen und die ÖDP warten mit Frauen als Direktkandidatinnen auf: Für die Grünen tritt die Weidener Stadträtin Gisela Helgath (49) an, für die ÖDP die in Vohenstrauß niedergelassene Frauenärztin Dr. Barbara Kindl (44).
Fritz Heiß heißt der Kandidat der FDP. Der 61-jährige Landwirt aus Maierhof bei Weiden könnte auch über die Liste in den Landtag einziehen, wenn die Liberalen die Fünf-Prozent-Hürde überspringen und dabei in der Oberpfalz kräftig punkten. Heiß ist auf Nummer zwei der Oberpfalz-Liste der FDP gesetzt. Die Freien Wähler wollen mit dem Wirtschaftsingenieur Karl Meier (53) aus Neustadt/WN trumpfen. Er steht auf der Liste an Nummer sieben.

Für die Linke tritt Sandro Hammer (34), für die Bayernpartei Rudolf Puckl (62, beide aus Neustadt/WN) an. Kandidat der rechtsgerichteten Republikaner ist Karl Meixner (46) aus Altenstadt. Für die NPD tritt Patrick Schröder (24) aus Mantel an.

Zehn Jahre Abgeordneter

Zehn Jahre lang vertrat Georg Stahl als direkt gewählter Abgeordneter Weiden und das Umland im Maximilianeum. 1998 war er als direkt gewählter Abgeordneter August Lang nachgefolgt. Stahl hat seinen Rückzug erklärt und verabschiedet sich doch nicht ganz von der politischen Bühne. Bei der Landtagswahl versucht sich der ehemalige Pirker Bürgermeister als Stimmenfänger auf Platz sechs der Oberpfälzer CSU-Liste. Damit Stahl noch einmal in den Landtag zieht, müsste die CSU schon mindestens das Ergebnis von 2003 (60,7 Prozent) erzielen.

Weitere Informationen im Internet:

www.kandidatenwatch.de

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