02.09.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Standorte in Amberg und Schwandorf bleiben Hypo-Vereinsbank schließt drei Häuser

In der nördlichen Oberpfalz werden drei Filialen der Hypo-Vereinsbank bis Ende Oktober geschlossen. Bild: dpa
von Redaktion OnetzProfil

Weiden. (üd) Kunden der Hypo-Vereinsbank in Vohenstrauß oder Tirschenreuth, die den persönlichen Kontakt suchen, stehen ab 31. Oktober vor verschlossenen Türen. Um mit einem Berater sprechen zu können, müssen sie dann die Fahrt nach Weiden oder Marktredwitz auf sich nehmen. Das Münchener Geldinstitut setzt damit die angekündigte Ausdünnung seines Filialnetzes in der nördlichen Oberpfalz um. Einen Arbeitsplatzabbau wird es nicht geben - vorerst.

Die Filiale der Hypo-Vereinsbank (HVB) in der Stadt Tirschenreuth wird mit der in Marktredwitz (Kreis Wunsiedel) zusammengelegt und dadurch aufgelöst, die Zweigstelle in Vohenstrauß geht in der Filiale Weiden auf - lediglich ein SB-Bereich mit Geldautomat und Auszugsdrucker bleibt erhalten. Damit zieht sich die HVB faktisch aus den Landkreisen Neustadt/WN und Tirschenreuth zurück. Die beiden Mitarbeiter der Tirschenreuther Filiale gehen nach Marktredwitz und Weiden, dorthin kommen auch die drei Angestellten aus Vohenstrauß.

Zeiten ändern sich

Aber auch in Weiden gibt es Veränderungen. Hier schließt die Filiale in der Peuerlstraße mit ihren bislang sechs Angestellten, die allesamt ins Haupthaus in der Sedanstraße wechseln, rund 750 Meter vom alten Standort entfernt. Dort sind ab November insgesamt 23 Mitarbeiter im HVB-Privatkundenbereich beschäftigt, dazu kommen 15 Angestellte in den Bereichen Private Banking und Firmenkunden. Letztere sind nicht vom Umbauprogramm des Konzerns betroffen, wie ein HVB-Sprecher auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte.

Als Grund für die Filialschließungen gibt der Banksprecher die stark gesunkene Kundenfrequenz und die geänderten Kundengewohnheiten in Zeiten des Internets an. Es gehe um eine "Neuausrichtung der Bank" und eine damit verbundene "Qualitätsoffensive": Bei den verbleibenden Standorten, darunter auch Amberg, Sulzbach-Rosenberg und Schwandorf, will die Bank "substanziell" in Einrichtung und IT-Infrastruktur investieren. Unter anderem sollen bei Beratungsgesprächen künftig hausinterne Experten per Videokonferenz zugeschaltet werden können. Kunde und Berater sitzen dann in "Cubes" zusammen, das sind kleinere Räume, die mehr Diskretion bieten sollen.

Stellenfrage offen

Auch wenn die Mitarbeiter der geschlossenen Filialen ab dem 1. November nicht auf der Straße stehen - das Thema Stellenabbau ist noch nicht vom Tisch, wie der HVB-Sprecher einräumt. In wieweit davon die Oberpfalz betroffen ist, könnte sich in den kommenden Monaten zeigen. Anfang August hatte die Bank angekündigt, insgesamt 1500 Arbeitsplätze abzubauen. Bis Ende 2015 sollen 240 von 580 Standorten geschlossen oder zusammengelegt werden.

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