Steinbrück hofft auf «heiße Wahlkampfphase»
«Ich muss nach vorne gucken»

Peer Steinbrück. Bild: dpa
Berlin. (dpa) SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will seine Partei im Wahlkampfendspurt aus dem Umfragetief führen. Es seien schon einige die Könige in Umfragen gewesen, die die Wahlen dann anschließend doch verloren hätten, sagte Steinbrück nach dem Sonderparteitag der Sozialdemokraten in Augsburg im «Deutschlandfunk». Die politische Auseinandersetzung werde «sich
zuspitzen in einer heißen Phase des Wahlkampfs». «Die Menschen sind ja auch noch nicht im Wahlkampfmodus.» Die bisherigen Pannen will der SPD-Kanzlerkandidat hinter sich lassen. «Ich kann mich nicht auf die Psychiatercouch legen. (...) Ich muss nach vorne gucken», sagte er.

Der SPD-Wahlkampf werde die unterschiedlichen Gesellschaftsbilder von CDU und SPD deutlich machen. Steinbrück stellte sich hinter die «Agenda 2010» von SPD-Altkanzler Gerhard Schröder. Doch die Reformen seien zehn Jahre her, im Land habe sich seitdem einiges verändert. «Acht Millionen Menschen verdienen weniger als 8,50 Euro», unterstrich er die SPD-Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn. Auch Arbeitsplatzsicherheit sei ein Problem. «Junge Leute haben den Eindruck, sie werden von einem Werkvertrag in den nächsten
geschickt.»
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