13.03.2008 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Stichwahlen um Bürgermeister- und Landratssessel Wähler müssen am Sonntag nachsitzen

von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Amberg/Weiden. (wüw) In 20 Gemeinden der nördlichen und mittleren Oberpfalz stehen am Sonntag Stichwahlen um den Bürgermeistersessel an. In den Kreisen Tirschenreuth und Amberg-Sulzbach hat der Wähler zusätzlich über die Besetzung des Landratspostens zu entscheiden.

Nentwig muss bangen

Im Landkreis Amberg-Sulzbach tritt der bisherige Landrat Armin Nentwig von der SPD als Außenseiter an. Nach einigen Querelen um seine Person reichte es beim ersten Wahltermin am 2. März nur für 31,8 Prozent. Damit lag er mehr als 13 Prozentpunkte hinter seinem Herausforderer Richard Reisinger von der CSU.

Nachdem der bisherige Landrat Karl Haberkorn (FW) sich nicht mehr zur Wahl stellte, heißt das Duell um den Landratsposten in Tirschenreuth Herbert Hahn (CSU) gegen Wolfgang Lippert (FW). Am 2. März verpasste Hahn die Direktwahl mit 48,1 Prozent relativ knapp.

Spannung in Eschenbach

In und um Neustadt/WN müssen die Wähler in sechs Gemeinden nachsitzen. Außer in der Kreisstadt steht die Entscheidung noch in Altenstadt, Eschenbach, Schwarzenbach, Tännesberg und Theisseil aus. Besondere Spannung scheint in Eschenbach geboten zu sein.

Dort lagen die beiden Kontrahenten, Robert Dotzauer (CSU) und Peter Lehr (SPD), am 2. März lediglich um 14 Stimmen auseinander.

Vier Entscheidungen stehen im Landkreis Schwandorf aus. In Bodenwöhr, Maxhütte-Haidhof, Pfreimd und in Thanstein konnte sich am 2. März keiner der Bewerber die notwendige absolute Mehrheit sichern. In Bodenwöhr ist eine enge Entscheidung zu erwarten, da Walter Spirk (CSU) und Richard Stabl (Bürgerliste) am 2. März nur etwas mehr als einen Prozentpunkt auseinander lagen. In Pfreimd hat Arnold Kimmerl gute Chancen, der erste ÖDP-Bürgermeister der Oberpfalz zu werden.

Duell CSU gegen SPD

Im Landkreis Amberg-Sulzbach sind neben dem Landrat vier Bürgermeister zu wählen. In Auerbach, Ebermannsdorf und Ensdorf heißt das Duell jeweils CSU gegen SPD. In Ammerthal tritt Alexandra Czarnec von der Unabhängigen Wählergemeinschaft gegen den bisherigen Amtsinhaber Helmut Wolf von der CSU an.

Neben dem Landrat sind im Landkreis Tirschenreuth noch sechs Bürgermeisterposten vakant. Aufgerufen, ihren Bürgermeister zu bestimmen, sind die Wähler in Brand, Fuchsmühl, Konnersreuth, Krummennaab, Neusorg und Waldsassen. Besonders spannend verspricht hier die Entscheidung in Konnersreuth zu werden.

Im äußersten Norden der Oberpfalz trat der bisherige Amtsinhaber Michael Hamann von der CSU nicht mehr an. Die beiden Bewerber um seine Nachfolge, Max Bindl (FW) und Uwe Rosner (CSU), lagen am 2. März weniger als einen Prozentpunkt voneinander getrennt.

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