Studie: "Erhalt um jeden Preis"

Die von den GKV beauftrage Studie kam zu dem Ergebnis, dass die Schließung eines Krankenhauses nach Möglichkeit vermieden werde - selbst dann, wenn an Wirtschaftlichkeit und Relevanz für die Versorgung der Bevölkerung schon lange Zweifel bestünden. Vor allem öffentliche Träger und verantwortliche Politiker hätten aus wahlstrategischen Erwägungen Hemmungen. Es werde "um nahezu jeden Preis" an dem Haus festgehalten. Dies habe zu einer Strukturkrise geführt.

"Die aufgrund der hohen Marktaustrittsbarrieren unterbleibende ... Anpassung der Kapazität hat dazu geführt, dass viele Marktteilnehmer dauerhaft hohe Verluste erwirtschaften, von einer Insolvenz bedroht sind und keine optimale Versorgung mehr erbringen", kritisieren die Autoren.

Sie gehen beispielhaft auch auf zwei Schließungen in der Region ein. Der Ablauf in Nabburg sei außergewöhnlich. Zuerst wurde aus öffentlicher Trägerschaft an einen privaten Betreiber übergeben. Der musste die Klinik dann schließen. Eschenbach könne als "beispielhaft für den Ablauf bei kommunalen Krankenhäusern" gelten: Zuerst Übergabe an einen Verbund mehrerer Landkreise, dann der Versuch wirtschaftlicher Stabilisierung. Und am Schluss ebenfalls die Einstellung des Betriebs. (dpa/räd)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.