Südwest Presse
Pressestimmen

Die Zeitung aus Ulm befasst mit der Vergabe der Presseplätze im NSU-Prozess in München:

Jetzt ist gelost worden, dieses Verfahren ist im Einzelfall ungerecht, in der Gesamtheit dennoch angemessen. Nun liegt es an den Medien, die Prozessberichterstattung sinnvoll zu gestalten. Es ist fruchtlos, sich darüber zu echauffieren, welcher Mini-Sender und welches Anzeigenblatt einen Platz im Gericht bekommen haben. 123 Medien hatten sich im ersten Durchgang beworben, 324 waren es jetzt. Dass darunter ... Spaß-Kandidaten waren, verwundert nicht. Diese kann man jetzt auf den verantwortungsvollen Umgang mit dem Sitzplatz hinweisen - auch angesichts der Taten des NSU, die verhandelt werden. Es geht hier nicht um einen Show-Prozess, sondern um zehn grauenhafte Morde.

Neue Presse

Die Tageszeitung aus Hannover kommentiert zum NSU-Prozess:

Da schaut die Welt auf ein Verfahren, in dem über eine braune Terrororganisation geurteilt wird, die ein Jahrzehnt lang in Deutschland ihr Unwesen treiben und ungehindert Morde aus rassistischen Gründen begehen konnte. Doch statt der Agentur Reuters oder der überregionalen "Zeit" berichten "Brigitte"-Redakteure oder Radio Lotte Weimar womöglich zwischen Jingle und Werbeblock direkt aus dem Prozess. Das ist schon ein bisschen bizarr - wie dieser ganze Anmeldungsspuk.

Die Welt

Die Zeitung meint zur Studie des Ethikrates zu Gentests:

Nicht einmal die Katholiken im Ethikrat verlangen das Verbot des Bluttests zur Früherkennung des Down-Syndroms. Sie teilen die richtige Mehrheitsmeinung, dass sich Wissen nicht generell untersagen lässt und dass, wenn die Fruchtwasseruntersuchung erlaubt ist, der schonende Bluttest nicht verboten werden kann. Ihn jedoch ganz freizugeben, auch für Schwangere ohne erhöhtes Risiko, wäre ebenfalls falsch. Damit würde der Diagnose-Stress vor der Geburt ohne Not erhöht. Die anlasslose Suche nach Krankheiten ist ja ein Problem des ganzen Gesundheitssystems: ... Das treibt die Kosten und veranlasst die Menschen, sich und ihre Kinder permanent zu beobachten.
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