21.03.2013 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Technologiecampus in Weiden öffnet am Freitag - Ziel: Wirtschaft und Forschung vernetzen "Eine Halle der Kreativität"

Noch gibt es freie Räume, aber die meisten sind schon in Mieterhand: Der Weidener Technologiecampus (WTC) nimmt am Freitag offiziell die Arbeit auf. Damit hat der Technologietransfer von Wirtschaft zu Hochschule und umgekehrt auch einen festen Sitz in Weiden. In Amberg leistet der Technologiecampus ATC bereits seit 2011 wertvolle Arbeit.

Dr. Karin Preißner. Bild: nt/az
von Siegfried BühnerProfil

Dr. Karin Preißner leitet beide Einrichtungen. Sie hat in kurzer Zeit die Kontakte zur Wirtschaft weiter ausgebaut und neue Brücken geschlagen. Wir sprachen kurz vor der offiziellen Eröffnung des WTC mit Preißner.

Wie schwer war es Kontakte zur Wirtschaft für den Technologiecampus zu knüpfen?

Preißner: Marketingmaßnahmen und die Erwartungshaltung der Wirtschaft haben sich gegenseitig ergänzt. In Presseberichten, Wirtschaftsverbänden sowie Kreistagen wurden WTC und ATC vorgestellt. Somit war es nicht mehr schwierig, eine gute Auslastung des Technologiecampus zu erreichen.

Wie sieht das Finanzierungskonzept des WTC aus?

Preißner: Grundsätzlich sind wir ein Wirtschaftsbetrieb und streben an, spätestens nach 5 Jahren kostendeckend zu arbeiten. Das Gebäude selbst wurde ja von der Weidener Gesellschaft für Stadtentwicklung errichtet und an den Trägerverein und die ansässigen Institute und Firmen vermietet. Der finanzielle Beitrag der Mitglieder des Trägervereins ist die wesentliche Basis für den Geschäftsbetrieb. Worin besteht der Unterschied zwischen dem Weidener und dem Amberger Technologiecampus?

Preißner: Was Organisation, Geschäftsführung und den Trägerverein, der ohnehin beide Standorte umfasst,betrifft, gibt es zunächst keinerlei Unterschiede. Aber natürlich lehnt sich das jeweilige Tätigkeitsspektrum an die unterschiedlichen Fakultäten in Weiden und Amberg an. Schwerpunkt in Weiden sind die Medizintechnik und Betriebswirtschaft, in Amberg sind es Energie-und Medientechnik. Aber das Ganze ist völlig unabhängig von der geografischen Lage der Betriebe.

Was lief beim Aufbau des WTC besonders gut, was weniger gut?

Preißner: Positiv möchte ich Bauzeit und Organisation hervorheben. Froh bin ich über die großen Allgemeinflächen wie Kommunikationszone und die Teeküche und besonders über das erhabene Treppenhaus des WTC, eine Creative Hall!

Gibt es im Technologiecampus zu viel Einfluss der Wirtschaft auf Forschung und Lehre?

Preißner: Ein klares Nein! Professoren entscheiden eigenständig und die Lehre hat immer Vorrang. Ich sehe Vorteile für alle, wenn Fragen aus der Wirtschaft im Lehrbetrieb behandelt werden.

Sie haben jetzt zwei Schreibtische, wo gefällt es Ihnen besser?

Preißner: (lacht) Ich freue mich immer vorher auf jeden, denn ATC und WTC haben jeweils ihren eigenen Charakter.

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