06.10.2005 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Technologiezentrum für Bio-Kraftstoffe in Straubing eingeweiht - Zusammenarbeit mit ATZ ... Ostbayern als Region alternativer Energien

Straubing schärft sein Profil als Standort für die Forschung im Bereich nachwachsender Rohstoffe. Am Mittwoch eröffnete der bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller in der niederbayerischen Stadt ein Technologiezentrum für Bio-Kraftstoffe. Es arbeitet unter anderem mit dem ATZ-Entwicklungszentrum in Sulzbach-Rosenberg (Kreis Amberg-Sulzbach) zusammen.

von Uli Piehler Kontakt Profil

Durch den Einsatz von Biomasse wird pro Jahr in Bayern 2,3 Millionen Liter Heizöl eingespart, erklärte Miller bei der Eröffnung des Technologiezentrums. Inzwischen würden vier Prozent des Primärenergiebedarfs im Freistaat durch Biomasse gedeckt. "Dadurch ersparen wir der Umwelt sechs Millionen Tonnen Kohlendioxid", sagte Miller.

Unter Biomasse wird die Gesamtheit von organischem Material verstanden. Wichtige Biomasse-Energielieferanten sind das aus Pflanzen gewonnene Biodiesel und Biogas, das durch Vergärung entsteht. Das neue 5,9 Millionen Euro teure Technikum in Straubing ist Teil des zum Ministerium gehörenden Technologie- und Förderzentrums (TFZ). Das TFZ entwickelt und erforscht Verfahren zur besseren Nutzung von Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen aus Biomasse.

In der niederbayerischen Stadt gibt es inzwischen ein Kompetenzzentrum für nachwachsende Rohstoffe. Neben dem TFZ, das 40 Mitarbeiter hat, zählen auch ein Wissenschaftszentrum von Forschern der Technischen Universität München und der Fachhochschule Weihenstephan sowie eine Koordinierungsstelle für nachwachsende Rohstoffe zu dem Kompetenzzentrum. In den nächsten Jahren sollen dort für das TFZ noch weitere Gebäude errichtet werden.

Energie aus Abfällen

Das Wissenschaftszentrum leitet Professor Dr. Martin Faulstich, der auch Vorstandsvorsitzender des ATZ-Entwicklungszentrums in Sulzbach-Rosenberg ist. Im ATZ wird ebenfalls erforscht, wie man aus Biomasse Energie gewinnen kann. Ein Augenmerk liegt dabei auf organischen Abfällen. Zu diesem Zweck arbeitet die Einrichtung eng mit dem Zweckverband Müllverwertung Schwandorf zusammen. Das ATZ Entwicklungszentrum ist eine gemeinnützige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts, es wurde vor 15 Jahren gegründet.

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