30.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Tillichs Koalitionspartner FDP droht bei Wahl am Sonntag das Aus Schwarz-Gelb in Gefahr

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von Agentur DPAProfil

Bei der Landtagswahl in Sachsen muss die letzte schwarz-gelbe Koalition in Deutschland an diesem Sonntag mit ihrer Abwahl rechnen. Die CDU unter Ministerpräsident Stanislaw Tillich wird nach den Umfragen zwar klar stärkste politische Kraft bleiben. Nach Lage der Dinge kommt ihr aber der Koalitionspartner FDP abhanden, der in den Wählerumfragen mit nur 3 Prozent deutlich unter der Fünf-Prozent-Hürde bleibt.

Die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) wird den Prognosen zufolge nach ihrem Erfolg bei der Europawahl erstmals in einen Landtag einziehen. Auch der rechtsextremen NPD könnte der Wiedereinzug gelingen. Zweitstärkste Kraft dürfte die Linke werden, gefolgt von der SPD, die sich Hoffnungen auf eine Neuauflage der bis 2009 regierenden schwarz-roten Koalition macht. Die Grünen dürften erneut im Landtag vertreten sein.

Nach den Umfragen hätte eine schwarz-rote Koalition eine satte Mehrheit. Möglich wäre aber auch eine Koalition aus CDU und AfD, die Tillich nicht explizit ausgeschlossen hat - anders als die CDU-Spitze im Bund. Er ziehe ein solches Bündnis aber nicht in Betracht, sagte Tillich kürzlich in einem Zeitungsinterview. Eine schwarz-grüne Koalition scheint nach den aktuellen Umfragen eher unwahrscheinlich.

Mehrere Parteien mobilisierten am Freitag noch einmal ihre Wähler. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warb vor der Dresdner Frauenkirche für eine breite Wahlbeteiligung. Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) hofft auf eine deutliche Abfuhr für die Rechtsextremen. "Ich würde mir wünschen, dass die Menschen aufpassen, dass Sachsen nicht wieder reinfällt auf die Ewiggestrigen, die mit einfachen Parolen Stimmung machen wollen." (Kommentar)

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