Überregionale Bürgerinitiative gegen Fracking geplant
Widerstand wächst

Symbolbild: dpa
Weiden. Der Protest gegen Fracking greift um sich. Gegner der Bohrungen nach fossilen Energieträgern im Gebiet des "Weiden-Bassins" und Oberfranken trafen sich jetzt in der Max-Reger-Stadt. Dabei handelte es sich um Vertreter verschiedener Parteien von Schwandorf über Weiden bis Kulmbach - Mitglieder von ÖDP, Piratenpartei, Grünen, Linken und Gewerkschaften aus beiden betroffenen Bezirken. Bei diesem ersten Treffen wollten sie die Möglichkeit prüfen, bezirksübergreifend eine Bürgerinitiative zu gründen.

Nicht nur die Furcht vor gravierender Umweltzerstörung und einer Verschmutzung des Grundwassers treibt sie um. Karlheinz Binner (ÖDP) mahnte auch, ein "verheerendes wirtschaftliches Signal" nicht aus Acht zu lassen: "Es ist fatal, weiterhin auf die Energieversorgungen mit fossilen Energieträgern zu setzen." Da die geplanten Erkundungen nach Ansicht der Teilnehmer nicht mehr zu verhindern sind, gelte es nun, das Verbot von Fracking zu erreichen. Die Ausweitung des Widerstandes auf alle Kommunen im betroffenen Gebietes und die Mobilisierung der Menschen für das Fracking-Verbot sollen die Aktionen der Initiative in der nächsten Zeit bestimmen.

Weiden soll Zentrum der Aktionen sein. ÖDP-Bezirks- und Kreischef Karlheinz Binner erklärte sich bereit, als erste Kontaktstelle zu fungieren, bis sich die BI gründet. Dazu nimmt er mit Grünen, Bund Naturschutz und der Bürgerinitiative gegen atomare Anlagen Kontakt auf. Die Teilnehmer des Treffens wollen Anfang Juni wieder zusammenkommen.
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