Übles Spiel mit der Angst
Aus aller Welt

Amsterdam.(dpa) In der niederländischen Stadt Leiden sind wegen einer anonymen Anschlagsdrohung am Montag die rund 20 höheren Schulen geschlossen worden. Polizisten bewachten seit dem frühen Morgen jede Schule. Im Internet war ein sogenanntes "Schoolshooting" angedroht worden. Die Nachricht wurde auf der amerikanischen Website 4Chain.org mit Angabe der Stadt und der vorgesehenen Waffe gefunden. "Morgen, Montag, werde ich meinen niederländischen Lehrer und so viele Schüler wie möglich erschießen," heißt es darin. Am Montagnachmittag dann die Erlösung: Die niederländische Polizei nahm einen Verdächtigen fest. Die britische Schule teilte mit, dass es um einen ihrer ehemaligen Schüler gehe. Er war im Oktober 2011 nach einem Vorfall von der British School in Voorschoten bei Leiden verwiesen worden.

Je 156 Jahre Haft für 23 Polizisten

São Paulo.(dpa) Ein Gericht in Brasilien hat 23 Polizisten wegen eines Blutbades in einem Gefängnis in São Paulo im Jahr 1992 zu je 156 Jahren Haft verurteilt. Sie waren nach Auffassung der Richter an dem sogenannten Massaker von Carandiru beteiligt, bei dem 111 Häftlinge getötet wurden. Die Verurteilten bleiben in Freiheit, bis alle Rechtsmöglichkeiten ausgeschöpft sind. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, müssten sie aber höchstens 30 Jahren Gefängnis absitzen. Das ist die Höchststrafe nach brasilianischem Strafrecht.
Die Polizisten wurden wegen der Ermordung von 13 Gefangenen verurteilt. Drei Angeklagte wurden frei gesprochen. Die Richter verkündeten das Urteil in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit) nach sechs Tagen intensiver Verhandlung. In dem Fall stehen in diesem Jahr noch weitere zwei Prozesse mit rund 50 Angeklagten an. Am 2. Oktober 1992 hatten Hunderte Militärpolizisten das Gefängnis Carandiru im Norden São Paulos gestürmt, nachdem es dort zu Auseinandersetzungen zwischen Gefangenen und einer Revolte kam.

Mit Cockpitspray Pkw in die Luft gejagt

Duisburg.(dpa) Mit Cockpitspray hat ein Mann in Duisburg versehentlich sein Auto in die Luft gejagt. Nur mit Glück habe er den Unfall ohne schwere Verletzungen überstanden, teilte die Polizei am Montag mit. Der 38-Jährige hatte am Samstag den Innenraum seines Fahrzeugs mit einem butanhaltigen Reinigungsspray geputzt und danach nicht gelüftet.

Als er sich kurz darauf eine Zigarette anzünden wollte, explodierte das Luftgemisch im Auto. Die Windschutzscheibe und die Fenster an Fahrer- und Beifahrertür zersplitterten. Alle Fahrzeugtüren wurden durch die Druckwelle nach außen gedrückt. Der Fahrer erlitt leichte Verbrennungen im Gesicht.

Nilpferd tötet Safari-Touristin

Nairobi.(dpa) In Kenia hat ein Nilpferd eine chinesische Touristin angegriffen und getötet. Die Frau sei von dem Muttertier attackiert worden, nachdem sie versucht hatte, Fotos von dessen Baby zu machen, sagte Osman Ibrahim von der kenianischen Tierschutzbehörde (KWS) am Montag. Der Vorfall ereignete sich am Sonntagabend in der Nähe von Lake Naivasha nordwestlich der Hauptstadt Nairobi.

Das Tier hatte sich offenbar mit seinem Nachwuchs auf das nahe gelegene Gelände eines Hotels verirrt. Die Frau, die bei dem Angriff erdrückt wurde, sei auf dem Weg ins Krankenhaus ihren schweren Verletzungen erlegen. Wildhüter erschossen das Muttertier.

Nilpferde, auch Flusspferde genannt, zählen zu den gefährlichsten Tieren Afrikas. Zwar sind sie Pflanzenfresser, greifen aber sehr schnell an, wenn sie sich oder ihren Nachwuchs bedroht sehen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.