Ulvi K.

ist als Mörder der kleinen Peggy rechtskräftig verurteilt. Doch er hat einen rührigen Unterstützerkreis, der nicht an seine Schuld glaubt. Die Initiative "Gerechtigkeit für Ulvi K." glaubt genug Beweise zu haben, die Ulvi als Täter ausscheiden lassen. Nach einer Gehirnhautentzündung ist der Gastwirtssohn geistig behindert. Er hätte es unmöglich schaffen können, Peggy umzubringen und jegliche Spuren zu beseitigen, heißt es bei der Initiative. Gudrun Rödel, seine Betreuerin, hat den Kreis ins Leben gerufen und kämpft für die Rehabilitierung des jungen Mannes, der in der Bayreuther Psychiatrie untergebracht ist.

Das bedeutet: Er verbüßt derzeit nicht seine Strafe wegen Mordes. Ulvi ist nach Angaben der Bayreuther Staatsanwalt wegen sexuellen Missbrauchs an Kindern in der Psychiatrie - diese Fälle seien erwiesen. Vor wenigen Wochen hat Ulvis Anwalt Michael Euler Wiederaufnahmeantrag im Fall Peggy gestellt.

Kurz notiert

Nur noch ein Skelett

Lichtenberg. (dpa) Die Polizei sucht wieder nach Peggys Leiche. Zwölf Jahre nach ihrem Verschwinden sei es aber unwahrscheinlich, dass daran Hinweise auf den Täter oder den Tathergang zu finden wären, sagte Rechtsmediziner Randolph Penning am Dienstag. Das liege daran, dass man nur noch ein Skelett, aber keine Weichteile mehr finden könne. "Daran könnte man Knochenverletzungen feststellen und auch die Identität der Leiche anhand von DNA-Analysen überprüfen", sagte Penning. 2004 war der geistig behinderte Gastwirtssohn Ulvi K. als Mörder des neunjährigen Mädchens verurteilt worden. Bis heute gibt es aber Zweifel an seiner Schuld; die Leiche des Mädchens wurde nicht gefunden. Nun soll das Verfahren neu aufgerollt werden.
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