Umfangreiche Ermittlungen der Kripo
Vergewaltigung war wohl erfunden

Bild: dpa
Regensburg. Die Anzeige einer 22-Jährigen aus Regensburg wegen einer Vergewaltigung verursachte umfangreiche und aufwändige Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg. Wie die Polizei und Staatsanwaltschaft heute in einer gemeinsamen Erklärung melden, ergaben die Ermittlungen, dass es nicht zu der geschilderten überfallartigen Vergewaltigung mit Entführung durch drei unbekannte Männer kam.

Die Frau hatte am 27. Juli 2014, gegen 3 Uhr, bei der Polizeiinspektion Regensburg Süd Strafanzeige erstattet. Ihren damaligen Schilderungen zufolge sei sie gegen 0.30 Uhr im Bereich der Isarstraße bei einem Spaziergang von drei unbekannten Männern abgepasst und in ein Fahrzeug gezerrt worden. Nach einer kurzen Fahrt sei sie von einem der Männer entkleidet und vergewaltigt worden. Danach habe man sie an den Ausgangsort zurückgebracht und im Bereich der Isarstraße nackt aus dem Fahrzeug gestoßen. Von dort aus musste sie zu ihrer Wohnung laufen.

Aufgrund der Verletzungen musste die 22-Jährige eine Woche in einem Regensburger Krankenhaus verbringen. Mit dem Einsatz von Polizeikräften und der Einbindung der Öffentlichkeit durch die Medien - über Wochen hinweg - war nach den drei beschriebenen Männern, dem Tat-Fahrzeug und der Kleidung der 22-Jährigen gefahndet worden - bis dato ohne Erfolg.

Zeitgleich liefen kriminaltechnische Untersuchungen und personalintensive Ermittlungen der dafür gegründeten „EG Isarstraße“. Mit dem jetzigen Kenntnisstand sind weitere Ermittlungen zu den mutmaßlichen Tätern nicht mehr erforderlich. Die Fahndung, insbesondere die veröffentlichten Phantombilder sind damit gegenstandslos. Die Ermittlungen dauern weiter an.

Die Polizei bedankt sich ausdrücklich für das kooperative Verhalten der Bevölkerung und die Hinweise während der ursprünglichen Fahndung.
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