12.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Unsicherheit über die Rechtmäßigkeit von Dashcams Pausenlose Aufzeichnung

von Redaktion OnetzProfil

Ansbach. (dpa/lby) In Russland gehören sie fast zur Standardausrüstung, inzwischen statten auch immer mehr deutsche Autofahrer ihre Wagen mit sogenannten Dashcams aus. Dashcams sind kleine Videokameras, die sich per Saugnapf an der Windschutzscheibe oder auf dem Armaturenbrett befestigen lassen. Davon leitet sich die inzwischen auch in Deutschland übliche englische Bezeichnung ab: Der Begriff «Dashcam» stammt vom englischen Wort «Dash-Board» für Armaturenbrett.

Die Besonderheit von Dashcams oder On-Board-Kameras ist, dass die digitalen Kameras während des Autofahrens permanent das Verkehrsgeschehen aufzeichnen - und damit auch Autounfälle oder provozierte Kollisionen dokumentieren. Das ist wohl einer der Gründe, dass sie vor allem in Russland verbreitet sind, wo sich Autofahrer gern mit Dashcam-Aufzeichnungen gegen Verkehrsrüpel wappnen.

In Deutschland herrscht wegen Einwänden von Datenschützern dagegen große Unsicherheit über die Rechtmäßigkeit von Dashcams. Die Behörden halten es für problematisch, dass Autofahrer mit ihrer Windschutzscheibenkamera «anlasslos» Verkehrsteilnehmer filmen. Für Furore sorgten im Februar 2013 russische Dashcam-Besitzer, als sie mit ihren permanent filmenden Kameras zufällig einen über Russland niedergehenden Meteoriten aufnahmen. Auch Dashcam-Videos von Unfällen sind der Renner in Youtube.

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