29.10.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

US-Botschafter Daniel R. Coats warnt: Wer auf John Kerry hofft, liegt falsch Die Illusionen der Europäer

von Alexander Pausch Kontakt Profil

Daniel R. Coats warnt die Studenten der Universität Regensburg und mit ihnen die Europäer. Wer im außenpolitischen Bereich von John Kerry Veränderungen erwarte, liegt falsch. Der US-Botschafter verweist auf die grundlegende sicherheitspolitische Übereinstimmung zwischen Demokraten und Republikanern.

Die meisten Amerikaner stimmenten darin überein, "dass der Kampf gegen den Terrorismus und die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen von entscheidender Bedeutung sei", sagte der Botschafter am Dienstag. Darin sieht er auch eine Übereinstimmung zu den Europäern, die als gemeinsame Basis dienen kann. Seiner persönlichen Meinung nach setzen die europäischen Nationen aber falsche Hoffungen in den demokratischen

Herausforderer von US-Präsident George W. Bush: "Die Europäer erwarten viel zu viel." Kerry werde nichts ändern. Coats sagte, er denke, dass der "Stil von John Kerry für die Europäer akzeptabler ist als die harte und direkte Art des Texaners Bush".

Der US-Botschafter erläutert dies am Beispiel Irak. Auch Kerry habe sich dem Erfolg und einer Demokratisierung im Zweistromland verschrieben. Allerdings habe der Demokrat versprochen, die US-Truppen binnen sechs Monaten aus Irak zurückzuholen. Dafür wolle er die europäischen Verbündeten in die Pflicht nehmen. "Aus Paris und Berlin höre ich aber nur "Niemals", kann sich Coats eine kleine Spitze nicht verkneifen.

Den Demokraten kennt der Republikaner Coats aus seiner Zeit als Mitglied im Kongress in Washington. Damals hatten er und John Kerry benachbarte Büros.

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