US-Geheimdienst CIA schmierte angeblich seit vielen Jahren den Präsidentenpalast
Mit Bargeld in Karsais Büro

Der US-Geheimdienst CIA liefert nach einem Bericht der "New York Times" seit mehr als zehn Jahren große Summen undeklariertes Bargeld im afghanischen Präsidialamt ab. Es handele sich insgesamt um einen zweistelligen Millionenbetrag, der in Koffern, Rucksäcken oder Plastiktüten übergeben worden sei, berichtet die Zeitung unter Berufung auf derzeitige und frühere Berater von Präsident Hamid Karsai. Beweise dafür, dass Karsai sich bereichert habe, gebe es nicht. Mit den regelmäßigen Zahlungen habe sich die CIA Einfluss in der Regierung in Kabul sichern wollen. Es gebe aber wenig Anzeichen dafür, dass dies auch gelungen sei.

Karsai bestätigte in einer am Montag versandten Mitteilung seines Büros lediglich, dass die US-Regierung in den vergangenen zehn Jahren "in kleinem Maßstab" Geld gezahlt habe. Die Mittel dienten zu "operationellen und Gesundheitszwecken" sowie dafür, "Miete für die Häuser zu bezahlen". Genauere Angaben machte Karsai nicht. Weiter hieß es in der Mitteilung: "Diese Hilfen sind sehr nützlich und wir sind dankbar."
Im Jahr 2010 waren iranische Bargeldlieferungen an den Präsidentenpalast bekanntgeworden, was die USA damals scharf kritisiert hatten. Die "New York Times" berichtet, anders als die Iraner habe die CIA die Geldlieferungen nicht eingestellt. Der ehemalige afghanische Vize-Außenminister Mahmoud Saikal (2005-2006) sagte: "Es gibt keinen Zweifel, dass verschiedene ausländische Quellen im Präsidentenbüro gelegentlich Bargeld abliefern."
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