14.06.2007 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

US-Soldaten und Familien beziehen neue Wohnsiedlung bei Eschenbach - 88 Häuser fertiggestellt Schlüsselübergabe auf dem Netzaberg

In der US-Wohnsiedlung Netzaberg bei Eschenbach (Kreis Neustadt/WN) ziehen in wenigen Tagen die ersten amerikanischen Soldaten und ihre Familien ein. "Das sind großartige Häuser für unsere Soldaten", sagte der Kommandeur der US-Garnison Grafenwöhr, Oberst Brian T. Boyle, am Mittwoch.

Die Bürgermeister sowie Vertreter der Behörden besichtigen zusammen mit Journalisten die fertigen Häuser entlang der Henry-Kissinger-Straße. Bilder: Steinbacher
von Alexander Pausch Kontakt Profil

Die Wohnhäuser bedeuteten eine deutliche Verbesserung an Lebensqualität, da bisher weniger Wohnfläche je Familie zur Verfügung gestanden habe. Auf dem Netzaberg schwankt diese zwischen 130 und 180 Quadratmeter - je nach Anzahl der Mitglieder der jeweiligen Soldaten-Familien.

Die US-Armee hatte am Mittwoch den Eschenbacher Bürgermeister Robert Dotzauer, seinen Grafenwöhrer Amtskollegen Helmuth Wächter sowie Vertreter deutscher und amerikanischer Behörden zur Besichtigung der Wohnanlage eingeladen.

Einzug ab 18. Juni

Zunächst werden 88 Häuser entlang der Henry-Kissinger-Straße im Ostteil belegt. "Der Einzug beginnt am 18. Juni", erläuterte Boyle. Die Häuser waren am 23. Mai von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben an die US-Armee zur Nutzung übergeben worden. In den anderen Teilen der US-Wohnsiedlung Netzaberg wird weiter gebaut, um diese termingerecht fertigzustellen.

Zugleich betonte der Garnisonskommandeur, dass die Siedlung Teil der Stadt Eschenbach sein wird. "Wir müssen sie offen halten." Einen Zaun werde es nicht geben. Um die Sicherheit zu gewährleisten, auch im Hinblick auf eine mögliche Terrorgefahr, vertraue er auf die enge Kooperation zwischen bayerischer Polizei und US-Militärpolizei, sagte Boyle. "Ich persönlich fühle mich hier sehr wohl", betonte der Oberst. Er erläuterte, dass mehr als die Hälfte der US-Soldaten außerhalb der Kasernen wohnten, in "250 bayerischen Gemeinden". Manchmal seien das zwei oder drei Häuser, manchmal 50.

Nach den Planungen soll ein deutscher Polizist als Verbindungsbeamter bei der Militärpolizei in Grafenwöhr angesiedelt werden, sagte Polizeidirektor Josef Wittmann, Chef der Polizeidirektion Weiden, unserer Zeitung. Zudem sei die personelle Aufstockung der Polizeiinspektion Eschenbach geplant, von 36 auf 42 Beamte, dazu werde auch der Verbindungsbeamte in Grafenwöhr gezählt.

Entsprechende Anträge liegen im Innenministerium in München zur Genehmigung, sagte Wittmann. Zudem solle ein zusätzlicher Beamter in der Polizeidirektion in Regensburg stationiert werden. Dieser soll unter anderem die Abstimmung mit der US-Militärpolizei in der Oberpfalz übernehmen.

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