11.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

USA fliegen weitere Angriffe auf IS - Forderung nach einer Schutzzone für Christen Kurden bitten um Waffen

Rund 500 Demonstranten protestierten am Sonntag in Berlin gegen die Terror-Miliz "Islamischer Staat" (IS). Breits am Samstag hatte es bundesweit Protestzüge gegeben, unter anderem in Nürnberg. Bild: dpa
von Redaktion OnetzProfil

(dpa/paa) Unterstützt von US-Luftangriffen haben kurdische Kämpfer im Irak ihre Gegenangriffe auf die Miliz "Islamischer Staat" (IS) verstärkt. Nach Angaben des US-Zentralkommandos in Florida führten Kampfjets und Drohnen am Sonntag bis zum Nachmittag fünf Luftschläge aus, "um kurdische Truppen nahe Erbil zu verteidigen".

Die Autonomieregion Kurdistan bittet um Waffenlieferungen. "Wir bitten unsere Freunde, uns zu unterstützen und die notwendigen Waffen zur Verfügung zu stellen, um diese terroristischen Gruppen zu besiegen", zitiert das kurdische Nachrichtenportal Rudaw Kurdenpräsidenten Massud Barsani.

Er betonte, dass die Verbündeten nicht für die Kurden kämpfen müssten. "Wir werden unseren eigenen Krieg führen." Im Nordirak hat sich die Lage nach dem Vormarsch der IS-Extremisten verschärft. Nach UN-Angaben sind seit vergangenem Montag rund 200 000 Menschen geflohen, die meisten aus christlichen und jesidischen Dörfern. Jesiden sind seither im Sindschar-Gebirge eingeschlossen. Die UN schätzte deren Zahl auf bis zu 55 000.

Unterdessen fordert Emanuel Youkhana, Archimandrit der assyrischen Kirche des Ostens, im Gespräch mit unserer Zeitung die Einrichtung einer internationalen Schutzzone in der Ninive-Ebene: "Wir fordern internationalen Schutz für unsere Leute und unser Land." Diese würde sowohl den Christen als auch Jesiden und anderen zu Gute kommen.

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