USA verdoppeln Hilfe an gemäßigte syrische Opposition auf 250 Millionen US-Dollar
Geld für Absage an Terrorismus

Die gemäßigte syrische Opposition bekommt nach einer klaren Absage an den Terrorismus mehr Geld für den Widerstand gegen Machthaber Baschar al-Assad. US-Außenminister John Kerry kündigte am Sonntag nach einem Treffen der wichtigsten Länder der Syrien-Freundesgruppe mit den Rebellen in Istanbul eine Verdoppelung der amerikanischen Hilfen auf 250 Millionen US-Dollar (etwa 191 Millionen Euro) an. Deutschland stockt seine Unterstützung um 15 Millionen auf nunmehr 145 Millionen Euro auf.

Strittig bleibt in der Freundesgruppe auch nach dem Treffen in Istanbul, ob die Assad-Gegner künftig auch aus dem Westen Waffen bekommen sollen. Für Deutschland ist dies nach den Worten von Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) weiterhin tabu. Demgegenüber machen sich EU-Partner wie Großbritannien und Frankreich dafür stark, ein noch bis Ende Mai bestehendes Lieferverbot der Europäischen Union nicht weiter zu verlängern. Das Embargo wird heute auch Thema eines EU-Außenministertreffens in Luxemburg sein. Staaten wie Saudi-Arabien und Katar liefern bereits Waffen.
Auf Druck des Westens distanzierte sich die gemäßigte Opposition in Istanbul von den radikalen Islamisten. In einer Erklärung verpflichtete sich die sogenannte Nationale Koalition auf das Ziel, ein demokratisches Syrien aufzubauen, in dem auch Minderheiten nicht diskriminiert werden. Wörtlich heißt es in einer Erklärung: "Wir weisen alle Formen von Terrorismus und jede extremistische Ideologie oder Mentalität zurück."

Der Vorsitzende der Nationalen Koalition, Muas al-Chatib, äußerte sich unzufrieden mit der bisherigen internationale Hilfe. "Wir erwarten mehr. " Im Unterschied zur schriftlichen Erklärung sagte Chatib auf der Abschlusspressekonferenz auch: "Die einzige terroristische Bewegung in Syrien ist das Regime selbst."
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