25.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Verstorben

von Redaktion OnetzProfil

Abschied von Daniela Sauer

Moosbach. (gi) Eine große Trauergemeinde nahm mit den Angehörigen Abschied von Daniela Sauer, geborene Lingl. Mit dem Tod der lieben Ehefrau und Mutter, Tochter und Schwester, scheint das Leben still zu stehen. " Der Tod hat eine tiefe Wunde hinterlassen,", sagte Pfarrer Josef Most.

Geboren wurde Daniela Sauer am 22. Februar 1967 in Berlin-Spandau, wo ihre Eltern Josef und Gerda Lingl damals lebten. Sie war das erste von vier Kindern. Die Familie kehrte wieder in ihre Heimat zurück, wo der Vater als Metzger in Irchenrieth 1974 ein Geschäft aufmachte. Da musste sie schon früh hinter der Theke stehen und im Wirtshaus mithelfen. Sie begann eine Lehre als Metzgerei-Verkäuferin 1982 und war als Bedienung ihre Gäste immer hoch geachtet. Nicht leicht hatte sie es, da sie mit 17 Jahren für ihre Geschwister sorgen musste. Zwei ihrer besten Freunde verlor sie durch einen Unfall. Am 15. Juni 1996 heiratete sie Hans Sauer aus Ödpielmannsberg in der Wieskirche. Aus der Ehe gingen die vier Kinder Natalie, Nico, Selina und Lorena hervor. Das neue Haus am Amselring wurde der Familie zur Heimat. 1998 starb Mutter Gerda.

Sohn Nico kam schwerbehindert auf die Welt. Sie hat diese schwere Aufgabe mit ihrem Ehemann angenommen. Sie kämpfte für Nico, war rund um die Uhr für ihn da und hat trotzdem ihre Lebensfreude nicht verloren. Vor vier Jahren bekam sie die Diagnose ihrer schweren Krankheit, gegen die sie zwei Jahre scheinbar erfolgreich ankämpfte. Der Tod ihres geliebten Nico hat das Leben wieder gedreht. Am 17. Oktober letzten Jahres hat sie ihren toten Sohn, 14 Jahre alt, lange in den Armen gehalten. Den herben Verlust hat sie nicht überwunden. Unter Schmerzen sorgte sie für ihre Familie und war für die Kinder da. Die letzten Wochen ihres verbrachte sie im Palliativ-Klinikum Neumarkt. Von tiefen Wunden gezeichnetes hat sie Gott am 15. August ihr Leben zurück gegeben.

Der Geistliche las vor, was die große Tochter der Verstorbenen, Natalie, schrieb: "Mutter Daniela war ein glücklicher Mensch, egal wie viel sie mitmachen musste, sie war immer wundervoll, egal ob als Ehefrau, Mutter, Schwester oder als Tante. War man in ihrer Nähe, so konnte man nicht anders als lächeln, denn immer wenn sie etwas erzählte, schien es so lebendig und sie war sehr humorvoll. Daniela war immer für einen da, egal was man sie gefragt hat, sie hatte immer eine Antwort." Eine Abordnung des Gospelchors Waldau gestaltete die Trauerfeier. Melanie Salvas spielte auf der Geige "Die Rose".

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