02.05.2013 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Weitere Politiker geraten in die Kritik Verwandtenaffäre im bayerischen Landtag

Beate Merk. Bild: dpa
von Redaktion OnetzProfil

München. (dpa) In der Verwandtenaffäre im bayerischen Landtag geraten immer mehr CSU-Politiker in die Kritik. Dazu zählen Bayerns Justizministerin Beate Merk, Agrarminister Helmut Brunner und Kultusstaatssekretär Bernd Sibler (alle CSU), wie eine Umfrage des Bayerischen Rundfunks unter allen 187 Landtagsabgeordneten ergeben hat. Merk bestätigte, dass sie von 2010 bis 2013 ihrer Schwester zeitweise Büroaufträge erteilte, nachdem eine reguläre Mitarbeiterin wegen einer Schwangerschaft ihre Arbeitszeit reduziert hatte. In den anderen Fällen liegen die Tätigkeiten mehrere Jahre zurück.

SPD-Spitzenkandidat Christian Ude warf der CSU eine «Amigo-Affäre» vor, obwohl auch zwei aktive SPD-Abgeordnete Geschwister beschäftigten. Nach bayerischem Abgeordnetenrecht ist die Anstellung von Geschwistern bisher grundsätzlich erlaubt. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) sagte, sie sei «fassungslos» über das «Ausmaß der Selbstbedienung» in der CSU, wie sie «Münchner Merkur» und «Spiegel Online» mitteilte.

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