Wichtige Policen für Auszubildende - Oft über Eltern versichert
Auf diese drei kommt es an

Für Versicherungsvertreter herrscht zum Ausbildungsstart Hochkonjunktur. Zielgruppe sind junge, unerfahrene Menschen, denen oftmals unnütze Verträge aufgeschwatzt werden, warnt der Bund der Versicherten (BdV). Denn Auszubildende und Studenten brauchen nicht jede Police. Oft sind sie noch über die Eltern mitversichert.

Haftpflichtversicherung:

Wer aus Unachtsamkeit jemanden verletzt oder großen Schaden anrichtet, haftet dafür mit seinem Vermögen. Daher sollten auch Azubis und Studenten eine Privathaftpflichtversicherung haben. Das Gute dabei: Nicht verheiratete Azubis und Studenten sind über ihre Eltern versichert und zwar bis zum Abschluss der ersten Berufsausbildung oder des ersten Studiums - höchstens bis zum 25. Lebensjahr. Das gilt auch, sobald Azubis oder Studenten heiraten und einen eigenen Hausstand gründen.

Krankenversicherung:

Diese Versicherung ist wichtig. Während Studenten in der Regel bis zu ihrem 25. Geburtstag über die Eltern mitversichert sind, brauchen Azubis eine eigene Police. Auch wenn die Ausbildungsvergütung gering ist, gilt sie als sozialversicherungspflichtiges Einkommen.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Auszubildenden und Studenten erscheint die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) meist überflüssig. Denn oft wissen sie noch nicht, welchen Beruf sie später ausüben werden und sind außerdem gesundheitlich fit. Trotzdem sollten sie auf den Versicherungsschutz nicht verzichten. Denn für Berufsstarter ist der Verlust der Arbeitskraft ein großes Risiko.

Eine privat abgeschlossenen BU zahlt, wenn die Berufsunfähigkeit anhand von ärztlichen Attesten nachgewiesen wird. Wie lange die Rente gewährt wird, hängt vom Vertrag und vom Beruf ab. Entscheidend für die Höhe des Versicherungsbeitrages sind neben der vereinbarten Rentenhöhe auch das Eintrittsalter und der Gesundheitszustand. Deshalb gilt: Je früher der Vertrag abgeschlossen wird, umso besser.
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