Zukunft nichtversemmeln

Der Wind hat sich gedreht: Hatten die Betriebe vor wenigen Jahren noch freie Auswahl unter den vielen Bewerbern, werden Azubis immer mehr zur Mangelware.

Wählerisch können höchstens noch die großen, bekannten Betriebe in der Region sein, die mit überdurchschnittlichen Löhnen und Zusatzleistungen locken. Gerade kleinere Handwerksunternehmen tun sich bei der Lehrlingssuche zunehmend schwer. Die Ursache für den Azubi-Mangel liegt nicht allein darin begründet, dass es in der Oberpfalz schlicht weniger junge Menschen gibt.

Auch der Trend zur höheren schulischen und akademischen Bildung sorgt dafür, dass nicht mehr so viele Lehrlinge wie früher zur Verfügung stehen. Eine Prognose der IHK macht deutlich, wie dramatisch die Auswirkungen sind: Demnach werden 2030 im Kammerbezirk gerade mal 700 Akademiker, aber 30 000 beruflich qualifizierte Fachkräfte fehlen.

Diese Entwicklung muss Politiker und Entscheider dringend aufhorchen lassen - bevor keiner mehr unsere Autos repariert und unsere Semmeln backt.

hanna.gibbs@derneuetag.de
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