Zwei Tote und sieben Schwerverletzte bei Geisterfahrerunfällen in Bayern und Hessen
Zwölf Kilometer bis zum Crash

Rettungskräfte sind am Sonntag an der Unfallstelle auf der Autobahn A3 zwischen Passau-Süd und Pocking im Einsatz. Bei dem von einem Falschfahrer (blaues Fahrzeug) verursachten Unfall wurden zwei Menschen getötet und vier weitere schwer verletzt. Bild: dpa

Bei zwei Geisterfahrer-Unfällen sind am Wochenende zwei Menschen getötet und sieben schwer verletzt worden. Zwölf Kilometer rast ein Falschfahrer auf der A3 mit seinem Auto bei Passau entgegen der Fahrtrichtung. Bei Passau stößt er mit einem anderen Wagen zusammen. Beide Fahrer sterben, vier Menschen werden schwerst verletzt.

Bei einem Geisterfahrerunfall auf der A3 bei Passau sind am Sonntag zwei Menschen getötet und vier weitere schwer verletzt worden. Nach Polizeiangaben war ein Autofahrer bei Pocking auf der falschen Fahrbahn in Richtung Regensburg in die Autobahn eingefahren. Nach etwa zwölf Kilometern kam es zu dem verheerenden Zusammenstoß: In Höhe der Anschlussstelle Passau-Süd kollidierte der Falschfahrer im Bereich der Überholspur mit einem entgegenkommenden Wagen mit Bayreuther Kennzeichen.

Ursache unbekannt

Der Fahrer des entgegenkommenden Fahrzeuges erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Der Geisterfahrer starb wenig später auf dem Weg ins Krankenhaus. Der Beifahrer des Falschfahrers sowie drei Mitfahrer aus dem Bayreuther Fahrzeug wurden mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser geflogen. Den Zustand der Verletzungen erläuterte ein Polizeisprecher als schwerwiegend aber nicht lebensbedrohlich. Zu den Hintergründen oder den Motiven für die Geisterfahrt konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Die Verletzten seien noch nicht vernehmungsfähig, betonte der Sprecher.

Während der Rettungsaktion waren vier Hubschrauber im Einsatz. Die A3 musste zeitweise komplett in beide Richtungen gesperrt werden. Der Verkehr staute sich in Richtung Regensburg auf etwa zehn Kilometer, der Rückstau auf der wegen der Rettungsfahrzeuge gesperrten entgegengesetzten Richtungsfahrbahn reichte bis über die österreichische Grenze hinaus.

Mannheimer Geisterfahrer

Ein Geisterfahrer fuhr in Südhessen frontal in einen Wagen und starb. Im anderen Auto saß ein Ehepaar, das bei dem Unfall auf der Autobahn 659 zwischen Weinheim und Viernheim schwer verletzt wurde. Lebensgefahr bestehe für die beiden jedoch nicht, erklärte die Polizei in Mannheim am Sonntag.

Der 44-Jährige aus Mannheim war in der Nacht zum Samstag entgegen der Fahrtrichtung auf die Autobahn gefahren. Nach knapp einem Kilometer kam es zu dem Zusammenstoß auf dem rechten Fahrstreifen. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Anhaltspunkte für einen Suizid gebe es nicht. Den Sachschaden schätzte die Polizei auf etwa 30 000 Euro.
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