22.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Zweiter DNA-Massentest im Mordfall Bögerl beginnt Hunderte Speichelproben

von Agentur DPAProfil

Im Mordfall Maria Bögerl sind die Ermittler bisher mehr als 10 000 Spuren und Hinweisen nachgegangen, ohne dabei Erfolge verzeichnen zu können. Um das Verbrechen an der Bankiersfrau im Jahr 2010 aufzuklären, startete die baden-württembergische Polizei am Donnerstag den zweiten Massengentest innerhalb eines halben Jahres. Rund 500 Männer im Alter zwischen 21 und 68 Jahren sind bis Samstag in Giengen an der Brenz am östlichen Rand der Schwäbischen Alb dazu aufgerufen, freiwillig eine Speichelprobe abzugeben.

Im Mai 2010 war die Frau des ehemaligen Heidenheimer Sparkassenchefs Thomas Bögerl aus ihrem Haus entführt worden. Die Täter forderten vom Ehemann per Telefon 300 000 Euro Lösegeld. Doch eine Übergabe scheiterte. Anfang Juni 2010 fand ein Spaziergänger ihre Leiche an einem Waldrand bei Heidenheim.

Bereits vor einem halben Jahr war das öffentliche Interesse gewaltig, als im Städtchen Neresheim rund 3300 Männer zur Abgabe von Speichelproben gebeten wurden. Die Fahnder vermuteten die Täter in dem 8000-Einwohner-Ort. Die Ergebnisse waren allesamt negativ. Rund 100 Männer hatten allerdings keine Probe abgegeben. Jetzt verlagerte die Polizei den Ort ihrer Fahndung.

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