Zypern lockt ausländische Unternehmen und Investoren
Staatsbürgerschaft als Zugabe

Russische und andere Unternehmer, die wegen der Zwangsabgabe auf Zypern mehr als drei Millionen Euro verloren haben, sollen als eine Art Entschädigung die Staatsbürgerschaft der Inselrepublik erhalten.

Das kündigte der zyprische Präsident Nikos Anastasiades am Sonntagabend in einer Rede vor russischen Unternehmern in der zyprischen Hafenstadt Limassol an. Für viele Russen, Chinesen und Ukrainer ist das Angebot verlockend. Sie können sich mit zyprischem Pass visafrei in ganz Europa und den meisten anderen Ländern der Welt bewegen.

Die Regierung in Nikosia erörtert zudem weitere Maßnahmen für einen Neustart der zyprischen Wirtschaft. Unter anderem sollen - gegen den Willen der Kirche - zwei Kasinos im Südteil der Insel eröffnet werden. Die Formalitäten für Baugenehmigungen für Hotels und andere touristische Anlagen sollen vereinfacht werden, wie aus Kreisen des Finanzministeriums zu erfahren war.

Unter anderem soll allen Ausländern die Staatsbürgerschaft gegeben werden, die auf Zypern Immobilien haben oder kaufen werden, deren Wert 15 Millionen Euro übertrifft. Die entsprechenden Erlasse für die Vergabe der Staatsbürgerschaft sollen heute bei einer Sitzung des Ministerrates ausgegeben werden. Anastasiades will die Details der Maßnahmen zum Neustart der Wirtschaft später in dieser Woche, "wahrscheinlich am Donnerstag", bekanntgeben, hieß es seitens der Präsidentschaft.
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