400 Kilometer Reichweite für den Renault Zoe
Alle Theorie ist elektrisch

Der Zoe kommt dank 220 Nm ab Leerlauf-Drehzahl gut aus den Startlöchern. Bild: Renault

Ein neuer, stärkerer Akku beflügelt jetzt das Renault-Elektroauto Zoe: Die jüngste Version kann 41 kWh bevorraten, die doppelte Menge des Vorgängers. Das macht sich bemerkbar: Beim Laden braucht der Kraftmeier auch schon mal mehr als doppelt so lang wie sein Kollege. Der ist nach zwei Stunden bis zum Kragen abgefüllt, der Leistungs-Akku braucht dafür selbst an der Schnellladestation bis zu viereinhalb Stunden. Zum Geduldsspiel wird der Vorgang wenn nur eine haushaltsübliche Steckdose zur Verfügung steht. Dann vergehen 16 Stunden bei 14 Ampere Absicherung und gar 25, wenn die Steckdose nur mit 10 Ampere arbeitet. Die Zahl 400 für die Reichweite ist ein theoretischer Wert. Realistisch sind 300 Kilometer, erfahren bei moderater Fahrt über Landstraßen mit einem erheblichen Anteil von Ortsdurchquerungen. Die E-Maschine leistet 92 PS und schafft quasi aus dem Stand heraus ein Spitzendrehmoment von 220 Newtonmeter, das bleibt dann bis 3000 Umdrehungen in der Minute konstant. Was dem Zoe zu munterer Leichtigkeit verhilft. Für den Sprint benötigt das Wägelchen mit einem Leergewicht von rund 1500 Kilogramm 13,2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit elektronisch auf 135 km/h begrenzt.

Preislich ist der Elektro-Renault nicht gerade ein Schnäppchen. Auch wenn der Hersteller 3000 Euro erlässt, kommt die Basisversion zusammen mit der staatlichen Förderprämie auf wenigstens 19 900 Euro. Das sind 2800 Euro mehr als die bisherige Version. Und das auch nur dann, wenn der Akku geleast und nicht gekauft wird. Dann steigt der Preis nochmals um 8000 Euro. 69 Euro kostet die Miete des Akkus im Monat einschließlich 2500 Kilometer Laufleistung im Jahr. (mid)
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