14.12.2017 - 20:00 Uhr
Deutschland & Welt

Die Magie der drei Buchstaben GTI Der neue VW Polo GTI

Manchmal haben die Kürzel hinter dem Modellnamen eine fast magische Anziehungskraft. Bei VW übernehmen die drei Großbuchstaben GTI diese Rolle. Die Tradition wird auch bei der sechsten Generation des Polo fortgeführt, die nun mit 200 PS über die Rampe geht.

Der Polo im Sportanzug: Die GTI-Variante der sechsten Generation tritt mit 200 PS Leistung an. Bild: Volkswagen
von Agentur MIDProfil

Die leicht modifizierte Frontpartie weist mit einem dezenten roten Streifen im Kühlergrill auf das mächtige Herz des Polo hin. Im Heck übernehmen ein dezenter Heckspoiler mit hohem Schwarzanteil und die Doppelrohr-Auspuffanlage diese Aufgabe. Von der Seite her betrachtet, bleibt das Auge an den GTI-Felgen und den roten Bremssätteln hängen. Im Innenraum dominieren die Farben Schwarz und Rot, die hervorragenden Sportsitze setzen mit dem Karomuster "Clark" (rote, dunkelgraue und hellgraue Streifen mit schwarzen Quadratflächen), ein eigenes optisches Zeichen.

Zum Start "nur" ein DSG

Das Cockpit simuliert über Bildschirme klare Rundinstrumente, die mit leuchtend roten Zeigern auf schwarzem Grund in ihrer guten Ablesbarkeit kaum zu übertreffen sind. Die Zahl der Schalter und Hebel ist erfreulich gering gehalten: Jeder, der die Innenarchitektur von VW gewohnt ist, kommt schnell damit zurecht. In der Version mit 6-Gang Doppelkupplungsgetriebe DSG, mit der die Wolfsburger zunächst starten (das manuelle Schaltgetriebe wird erst im kommenden Jahr nachgereicht) finden sich auf der Mittelkonsole auch die Knöpfe für die Fahrprofilauswahl, die in der optionalen Endausbaustufe fünf Modi anbietet: Normal, Sport, Eco, Komfort und Individual. Wer sich an agilem Antrieb und spontanen Einlenkverhalten begeistern kann, kommt beim Polo GTI voll auf seine Kosten. Bei der Präsentation der Flitzers auf der allmählich in den Winterschlaf verfallenden Insel Mallorca wollte VW die Fahreigenschaften selbst im Extrembereich erlebbar machen. Zu diesem Zweck lud der Autohersteller auf eine kleine Rennstrecke ein, die ganz in der Nähe des Flughafens von Palma zu finden ist. Der Kurs ist gespickt mit zahllosen Kurven sowie Berg und Tal-Passagen. Im Sportmodus werden die Fahrerwünsche sehr präzise umgesetzt, sodass die angepeilte Linie auf der Fahrbahn exakt verfolgt werden kann. Im Grenzbereich neigt der Polo zum Untersteuern, was aber gut beherrschbar ist. Wenn man den Sportler zu Höchstleistungen antreibt, fällt die 100 km/h-Marke bereits nach 6,7 Sekunden. In seinem Vorwärtsdrang macht der hurtige GTI erst bei Tempo 237 Schluss.

Viel Drehmoment

Bei der Fahrweise auf der Rennstrecke jubelt der Motor in den höchsten Tönen, sodass eine Stärke des GTI - das kräftige Drehmoment von 320 Nm schon ab 1.500/min, das man beim schaltfaulen Fahren sehr schätzt - kaum zum Zug kommt. Dafür schnalzt das DSG-Getriebe die Gänge bei jeder Vollgasphase nach den Kurven so flugs rein, als würde es dafür einen Akkordlohn einstreichen. Begleitet werden die Schaltvorgänge von einem kurzzeitigen "Rülpser", der dem Sportsound sozusagen ein akustisches Sahnehäubchen aufsetzt. Beim Dahingleiten im öffentlichen Straßenverkehr bewegt sich der Polo GTI mit niedrigen Drehzahlen und gutem Durchzugsvermögen eher gelassen und souverän.

Einparkhilfe, Geschwindigkeitsbegrenzer, Müdigkeitserkennung und Umfelderkennung (Front-Assist) mit City-Notbremsfunktion und Fußgängererkennung sind serienmäßig an Bord. Für die schon recht gut ausgestattete Basisversion verlangt VW fast 24 000 Euro.

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