11.05.2017 - 20:00 Uhr
Deutschland & Welt

Fahrbericht Mercedes C 250d Cabriolet Mit Warmluftschal ins Freiluftkino

Mit Warmluftschal ins Freiluftkino

Mit 204 "Pferden" unter der Haube ist der Diesel ein ungemein angenehmer Begleiter des Cabrios. Bild: bz
von Berthold Zeitler Kontakt Profil

Von Berthold Zeitler

Wer dem Himmel ganz nah sein will, der hat da die verschiedensten Möglichkeiten. Eine der angenehmsten ist eine Fahrt im Cabrio. Und wenn da vorne noch ein Sternlein prangt, dann ist ein Stück weit Luxus sicher. Die Stuttgarter haben ja vor gar nicht so langer Zeit das hohe C angestimmt. Und das in einer Form, die ein gewisses Maß an Virtuosität an den Tag legt.

Kein Wirbelsturm

Das Cabrio fußt auf dem Coupe und sorgt ganz klassisch mit einer Stoff-Mütze für den Aha-Effekt. In gut 20 Sekunden faltet sich das dreilagige Verdeck und verschwindet hinter den Sitzen. Klappe auf, Deckel zu und nichts stört mehr das Freiluftkino. Das funktioniert übrigens bis zu Tempo 50. Jetzt noch das elektrische Windschott "Aircarp" hochgefahren und schon bleiben auch die Wirbelstürme weitgehend außen vor. Wer beim Offenfahren dennoch Halsprobleme gerne sein eigen nennt, schaltet "Airscarf" zu. Warme Luft aus den Nackenstützen legt sich dann wie ein Schal um die malträtierten Stellen. Wer muss und mag fährt auch geschlossen ausgezeichnet. Obwohl also keine Blechhaut die Insassen von oben abschirmt, stört kein übermäßiger Lärm das Wohlbefinden. Es sei denn ein grobstolliger Bau-Laster fährt im Tunnel auf der Nebenspur. Aber dagegen ist eh kein Kraut gewachsen. Die Platzverhältnisse sind ausgesprochen kommod. Kaum ist der Hebel an der Rückenlehne gezogen, schon fahren die Sitze nach vorne und machen die oft bei Cabrios notwendigen akrobatischen Verrenkungen beim Zutritt in die zweite Reihe vergessen.

Diesel und Cabrio: geht

Dass offene Autos und Diesel sich ausschließen, das ist lange schon eine Mär. Nichts merkt man im Mercedes davon, dass ein Selbstzünder unter der Haube werkelt. Außer dass da ein bulliges Drehmoment schon im Drehzahlkeller anpackt und den nicht gerade zu den Leichtgewichten zählenden Benz vehement nach vorne schiebt. Und natürlich an der Tankanzeige. Knapp über 6 Liter sind ein ausgezeichneter Verbrauchswert, auch wenn ein Cabrio eher zum Cruisen denn zum Räubern taugt. Wobei Letzteres möglich wäre. Ein Knopfdruck, schon verändert das Fahrwerk seine Eigenschaften. Vom agilen Sportler bis hin zum Eco-Fan werden dann vollelektronisch die Parameter für Dämpfer und Federn und das Ansprechverhalten des Motors geändert. Am ausgewogensten fährt es sich im Komfort-Niveau.

TV unter freiem Himmel

Das C-Cabrio wäre kein Mercedes, hätte es nicht den markentypischen Hauch von Luxus an Bord - und das volle Programm an Helferlein. Vom automatischen Abstandshalter bis zum selbstständigen Einparken, von der 360-Grad-Kamera bis zum Head-up-Display. Und dass der Stern von Stuttgart als WLAN-Hotspot fungiert und selbst Fernsehsendungen empfangen kann - wen wundert's angesichts des Preises.

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