12.05.2018 - 18:02 Uhr
Deutschland & Welt

Fahrbericht Seat Arona Ibizas Bruder mag's lieber kommod

Die SUV-Welle rollt und rollt. Und jeder Autohersteller surft fleißig mit. Seat hat da mit dem Arona auch ein ganz heißes Eisen im Feuer. Nein, das stylische City-SUV ist kein geschrumpfter Ateca, vielmehr ein aufgebockter Ibiza.

von Berthold Zeitler Kontakt Profil

Ist die Schwester eher auf Sport getrimmt, betont der Arona als Cross-over lieber den Komfortgedanken. Der beginnt schon beim Einstieg. Weil der sogenannte Hüftpunkt der Fahrzeuggattung entsprechend höher liegt, geht der auch ganz bequem vonstatten. Und sitzen kann man da oben in dem bequemen Gestühl schon auch ganz kommod. Auch die Sicht auf das, was sich so rund um das Auto tut, ist von der etwas erhöhten Warte ausgezeichnet. Nur der Blick nach schräg hinten ist wegen der ausgeprägten C-Säulen nicht eben der besten einer.

Nicht nur vorne ist das Raumangebot mehr als manierlich. Freilich gibt es in der zweiten Reihe Abstriche, aber Platzangst muss man nun wirklich nicht befürchten. Vier Erwachsene finden selbst für eine längere Reise ausreichend Möglichkeiten zur Entfaltung. Und da muss das Gepäck nicht draußen bleiben. Das ist erstaunlich für ein Auto dieser Größe.

Ein "Topf" weniger

Bemerkenswert auch der Antrieb. Unser Testwagen war mit dem Einliter-Motörchen ausgestattet. Das kann zwar rein akustisch nicht verleugnen, dass es auf den vierten "Topf" verzichten muss, der Agilität tut das aber keinen Abbruch. Etwas rau, aber durchaus willig geht der Dreizylinder zu Werke, zieht aber ohne Murren hoch und durch.

Frisch und solide

Das Doppelkupplungsgetriebe verfügt über sieben Schaltstufen und findet so immer die beste Übersetzung. Wer die schnellere Gangart liebt, schaltet dann per Knopfdruck den sportlichen der vier zur Wahl stehenden Fahrmodi zu. Aber auch in der "Normal"-Stellung geht der Arona frisch und solide seiner Arbeit nach. Weil die urbanen Stadt-Abenteurer auf Geländeausflüge verzichten, hält der Arona auch keinen Allrad vor. Frontantrieb reicht ihm für den Fall der Fälle.

Fahrwerkstechnisch gibt sich der kleine Spanier keine Blöße. Landstraßen und Autobahnen meistert er mit Bravour, auch wenn das urbane Umfeld sein bevorzugtes Revier darstellt. Was Straßen an Aufbrüchen und Löchern parat halten, das schluckt das Zwergen-SUV weitgehend weg. Serienmäßig hat der Arona in der Xcellence-Ausstattung schon jede Menge zu bieten. Und doch lässt er sich nach oben hin noch ganz schön aufpeppen. Mit Rückfahrkamera und Parkassistent samt Ultraschallsensoren, mit Helfer, die in den toten Winkel schauen, navigieren, die Smartphone-Welt ins Auto holen und bis Tempo 210 automatisch die Distanz zum Vordermann regeln und bei Bedarf auch selbst abbremsen.

Das sind Sicherheitssysteme,. die man nicht unbedingt in einem Fahrzeug dieser Größe erwartet. Die aber auch den Preis eine Klasse höher ansiedeln.Fahrzeugtyp: Crossover im B-Segment Maße und Gewichte Anzahl Türen 5 Länge/Breite/Höhe 4138/1780/1552 mm Anzahl Sitzplätze 5 Leergewicht 1210 kg Antrieb Zuladung 520 kg Anzahl Zylinder 3 Kofferraum-Volumen 400-1280 l Leistung 115 PS Anhängelast 1100 kg (gebremst) Kraftstoffart Super Tankinhalt 40 l Hubraum 999 ccm Umwelt max. Drehmoment 200 Nm Schadstoffklasse Euro 6b bei U/min. 2000 Effizienzklasse B Getriebe 7-Gang-DSG CO2-Emission 114 g/km Antrieb Front Normverbrauch 5 l Start/Stopp ja Testverbrauch 6,1 l Fahrleistungen Preis Höchstgeschwindigkeit 182 km/h Grundpreis Baureihe 16 290 Euro Beschleunigung 0-100 km/h 10,0 Sek. Grundpreis Testwagen 23 120 Euro Testwagenpreis 29 144 Euro

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