Ich kaufe ein H
Diese Autos haben 2017 Anspruch auf ein H-Kennzeichen

Den 3er Touring bot BMW mit teils kräftigen Triebwerken und sogar mit Allrad an. Bild: BMW
 
Ende 1987 kam die dritte Auflage des Mazda-Flaggschiffs 626 erstmals zu den deutschen Kunden. Bild: Mazda

Ein H-Kennzeichen können Autos bekommen, die vor 30 Jahren erstmals zugelassen wurden. Auch 2017 sind wieder viele Modelle an der Reihe. Hier kommen zehn Klassiker aus dem Jahr 1987 - von günstig bis teuer.

Um ein steuergünstiges H-Kennzeichen tragen zu dürfen, müssen Autos in Deutschland mindestens 30 Jahre alt sein. "Neben dem Mindestalter entscheidet der Zustand darüber, ob ein Auto als Oldtimer gemeldet werden darf.

Egal welches Auto man mit H-Kennzeichen zulässt: Anders als beim roten Oldtimer-Wechselkennzeichen gibt es grundsätzlich keine Einschränkungen bei der Verwendung. So erhält man nach Auskunft von Constantin Hack, Sprecher beim Auto Club Europa (ACE), "unbeschränkte Einfahrt in Umweltzonen". Nur die jährliche pauschale Steuer von 192 Euro für eingetragene Oldtimer bedeute nicht automatisch eine finanzielle Entlastung. Hat das Auto einen kleinen Hubraum oder verfügt es über einen Katalysator, lohne es sich nachzurechnen. Beim 900 000 Euro teuren Porsche 959 zum Beispiel spielen solche Rechenübungen aber wohl ein ungeordnete Rolle.

Diese zehn Autos dürfen 2017 erstmals ein H-Kennzeichen tragen - die genannten Preise gelten laut Classic Data für Autos mit Zustand 2:

Audi 90 (B3): Im Jahr 1984 brachte Audi die mit Annehmlichkeiten und Extras versehene Version des Audi 80 als Audi 90 auf den Markt. Drei Jahre darauf folgte die zweite Generation (Typ 89) mit besserer Ausstattung, Chromleisten, einer anderen Beleuchtung und kräftigeren Motoren. Darunter war ein Fünfzylinder mit 2,3 Litern Hubraum, der auf bis zu 170 PS kam. Erhältlich zu Preisen ab 4500 Euro .

BMW 3er Touring (E30): Kombis gehörten bis dato nicht gerade zum Markenzeichen von BMW. Doch mit dem intern E30/5 genannten Wagen schlug man ein neues Kapital auf, dessen Erfolg einen Türöffner für den später offiziell auch beim 5er eingeführten Touring darstellte. Der Innenraum galt als ebenso fein wie praktisch. Die recht kräftigen Motoren waren teils mit Allradantrieb zu haben. Ab 12 500 Euro .

BMW 750i (E32): Die Baureihe E32 kam bereits 1986 zu den Händlern, doch motortechnisch gekrönt wurde sie 1987 mit einem Zwölfzylinder. Erkennbar war die Luxuslimousine, von der auch die Langversion 750iL aufgelegt wurde, vor allem an der breiteren Kühlergrill-Niere. Der 5,0-Liter-V12 leistete 299 PS. Ab 8800 Euro .

Ferrari F40: Äußerlich seinerzeit ganz auf der Linie des italienischen Herstellers von Supersportwagen, hat der F40 mit dem ausladenden Heckflügel doch eine Sonderstellung: Es war das letzte Modell, an dem maßgeblich Enzo Ferrari beteiligt war, der 1988 90-jährig starb. Der F40 war mit dem 478 PS starken Twin-Turbo-V8 der bis dahin schnellste Wagen aus Maranello für die Straße: Er erreichte laut Hersteller 324 km/h. Ab 970 000 Euro.

Ford Sierra: Flachere Frontscheinwerfer und endlich ABS - so kam 1987 die zweite Generation des Mittelklasseautos aus Köln auf den Markt, das lange Zeit eher als Rentnerauto verschrien war. Aber die Rallye-Erfolge sprechen eine andere Sprache. Wer beim Gebrauchtkauf allerdings auf die Cosworth-Version mit Vierzylinder-Turbo und 204 PS spekuliert, muss noch bis 2018 warten - zumindest dann, wenn ein H-Kennzeichen angebracht werden soll. Ab 4200 Euro .

Mazda 626: Im Herbst 1987 gab es die um zehn Zentimeter gewachsene dritte Auflage des Mazda-Flaggschiffs erstmals in Deutschland zu kaufen. Der zunächst als Fließ- und Stufenheck erhältliche Wagen war üppig ausgestattet und verfügte über eine Allradlenkung. Nur der Diesel war noch nicht zu seinem Höhenflug angetreten: Im 626 gab es einen einzigen Selbstzünder, der nur 60 PS abgab. Ab 1900 Euro .

Mercedes Coupé (C 124): Mit den charakteristischen Rückleuchten in Dreiecksform war die Limousine schon fast drei Jahre auf dem Markt, als Mercedes den Zweitürer der 1993 dann in E-Klasse umbenannten Baureihe 1987 zu den Händlern brachte. Konstruktive Unterschiede waren verstärkte Bodengruppe und Säulen. Die Karosserieform als Coupé erhöhte den Glamourfaktor und auch den Listenpreis. Ab 8900 Euro .

Peugeot 405: Mit einem seinerzeit als sehr modern empfundenen windschlüpfrigen Design mischte die Limousine in der Mittelklasse mit. Vor allem die Motoren galten als langlebig. Neben einem recht breiten Angebot mit 1,4- bis 2,0-Liter-Aggregaten von 64 PS bis 158 PS waren auch Allradantriebe verfügbar. Ab 1500 Euro .

Porsche 959: Bis dieser Renner auf der Straße ankam, vergingen ein paar Jahre: Bereits 1983 wurde der als Rennauto konzipierte 959 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt. Ab 1985 fuhr er Rallye-Siege ein. 1987 gab es erstmals die Straßenzulassung. Der Motor leistete 450 PS und sorgte für mehr als 300 km/h Spitze. Ab 900 000 Euro.

Renault R21 Turbo: Die Power-Version des 1986 eingeführten französischen Mittelklasseautos kam 1987 erstmals in Kundenhände. Der Zweiliter-Einspritzmotor leistete 175 PS und ließ den R21 in 7,4 Sekunden auf Tempo 100 sprinten. Mit 227 km/h gab Renault die Höchstgeschwindigkeit an - damals ein echter Hammer. Ab 6500 Euro.
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