13.04.2018 - 11:48 Uhr
Deutschland & Welt

Offenes Geheimnis Fiat preist den 124 Spider neu ein: Abarth um 7000 Euro günstiger

Rund um den Starnberger See fährt man schon offen in diesen Apriltagen. Wer kann, der kann, nämlich das Verdeck öffnen - von Porsche, BMW und Co. Dennoch fällt der kleine Roadster, in dem wir unsere Runden um den See drehen, auf: Nicht nur, weil er einen Höllenlärm macht, sondern auch weil er mit weißem Lack, mattschwarzen Hauben und roten Spiegelkappen mords was her macht. Es ist ein Abarth 124 Spider, der 170 PS starke Bruder des Fiat 124 Spider. Und gerade Fans des Abarth sollten aufhorchen: Fiat hat ihn neu eingepreist und bietet ihn jetzt um 7000 Euro günstiger an. Konkret: ab 33 000 Euro.

Der Abarth 124 Spider ist deutlich günstiger geworden. Den 170-PS-Roadster bietet Fiat nun schon ab 33 000 Euro an. Ganz so schick wie im Bild kommt er dann aber nicht daher. Bild: Michael Ascherl
von Michael Ascherl Kontakt Profil

Das ist für Freunde des - nennen wir es einmal extrovertierten - Offenfahrens ein wohlfeiles Angebot. Freilich genügt für pure Roadsterfreude auch der Basis-Spider mit seinem 140-PS-Turbomotor und Heckantrieb völlig aus. Und den gibt es schon ab 25 000 Euro. Auf letzterem basiert auch das neue Sondermodell Fiat 124 Spider S-Design (32 260 Euro), den die Italiener mit schwarzen Felgen und dunkelgrauen Elementen aufhübschen. Dazu kommen LED-Scheinwerfer mit Kurvenlicht-Technologie, das Infotainment-System Connect mit 7-Toll-Bildschirm, eine Bose-Soundanlage, ein Lederlenkrad und Sportsitze, die mit einem Mix aus Leder und Ledernachbildung bezogen sind.

Bekanntlich läuft ja der Fiat Spider zusammen mit dem Mazda MX-5 in Hiroshima vom Band. Nur der Motor kommt von Fiat.Mazda liegt mit den Stückzahlen derzeit in Führung. Der etwas maskuliner gestylte 124 Spider hat wie sein 1966 präsentierter Urahn' aber durchaus das Zeug zum Klassiker.

Der Fiat 124 Spider S-Design bietet mit dem 140 PS leistenden 1,4-Liter-Turbo-Benziner und Stoffverdeck authentisches Roadster-Fahrvergnügen. Der Abarth 124 GT mit Hardtop aus Kohlefaser ist eine  Hommage an ein legendäres Rallyeauto der Marke aus den 1970er-Jahren. Zahlreiche Ausstattungsdetails stammen aus dem Motorsport.

Fiat 124 Spider und Abarth 124 spider sind zwei unterschiedliche Ausprägungen desselben Fahrzeugkonzepts. Authentisches Roadster-Feeling mit Hinterradantrieb und leistungsstarken Motoren bieten beide. Der eine mit elegant-sportlicher Note als stilistische Hommage an den 1966 präsentierten historischen Fiat 124 Sport Spider. Der andere tritt betont dynamisch auf. Pünktlich zum Start in die Cabrio-Saison 2018 werden beide Baureihen durch zusätzliche Modellversionen erweitert.

Der neue Fiat 124 Spider S-Design

Basierend auf der Ausstattungsvariante Lusso, zeichnet sich der neue Fiat 124 Spider S-Design durch eine erweiterte Serienausstattung sowie zahlreiche exklusive Exterieurdetails aus. Die dunklen 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, die Abdeckkappen der Außenspiegel, der Rahmen der Frontscheibe sowie die Überrollbügel hinter beiden Sitzen sind in dunklem Grau gehalten. Abgerundet wird der sportliche Look durch einen kleinen Sticker in den Farben der italienischen Flagge an der Kofferraumkante und seitliche rote Zierstreifen mit integriertem Logo „124 Spider“.

Kombiniert werden kann das Vierzylinder-Triebwerk mit Sechsgang-Handschaltung oder Automatikgetriebe. Der italienische Roadster beschleunigt aus dem Stand auf Tempo 100 in 7,5 Sekunden (7,6).

Der neue Abarth 124 GT

Analog zum historischen Vorbild ist beim neuen Abarth 124 GT das Stoffverdeck durch ein Hardtop ergänzt. War es beim Fiat 124 Abarth aus den 1970er-Jahren aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt, wird heute allerdings Kohlefaser verwendet, die darüber hinaus ohne farbige Lackierung sichtbar verarbeitet ist.
Weitere exklusive Details des Abarth 124 GT sind die Lackierung in Alpi Orientali Grau, die 17-Zoll-Leichtmetallräder von OZ, die Dual-Mode-Abgasanlage „Record Monza“ sowie Frontspoiler und Außenspiegelkappen in Grau. Auf Wunsch ist die Motorhaube mattschwarz lackiert – genau wie bei der Rallyesportikone Fiat 124 Abarth.

Wie alle Modellvarianten des Abarth 124 spider hat der neue Abarth 124 GT einen Vierzylinder-Turbomotor unter der Haube, der aus 1,4 Litern Hubraum 170 PS produziert. Das Triebwerk kann kombiniert werden mit Sechsgang-Handschaltung oder Sechsstufen-Sportautomatik, die auch manuelle Gangwechsel zulässt. Der Abarth 124 GT beschleunigt mit Handschaltung in nur 6,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 km/h.

Abarth in der Motorsportsaison 2018

Der Abarth 124 GT ist das sportlichste Modell der Baureihe für den Straßenverkehr. Ausschließlich für den Motorsport hat die Marke mit dem Skorpion im Wappen eine noch leistungsstärkere Variante im Programm – den Abarth 124 R-GT. Das von einem 1,8-Liter-Turbomotor mit rund 300 PS Leistung angetriebene Coupé ist nach den internationalen Regeln der Kategorie FIA R-GT aufgebaut, ist also bei allen Rallyes bis zur Weltmeisterschaft startberechtigt. Auch der Abarth 124 R-GT ist mit einem Hardtop ausgerüstet. Das Fahrzeug wird von Abarth rennfertig ausgeliefert, inklusive Sicherheitszelle, Schalensitzen, Hosenträgergurten und weiteren Komponenten, die im Rallyesport unverzichtbar sind.

Der Abarth 124 R-GT ist für den Einsatz durch Privatfahrer entwickelt. Und so fand sich das sportlichste Modell der Baureihe bereits in der Teilnehmerliste der Rallye Monte Carlo und der ebenfalls zur Weltmeisterschaft gewerteten Rallye Frankreich/Tour de Corse. Auch in der italienischen Rallyemeisterschaft ist das Coupé mit dem Skorpion im Markenlogo regelmäßig zu sehen.

Fortgesetzt wird 2018 außerdem die Abarth Selenia Trophy. In dieser europaweit auf der Rundstrecke ausgetragenen Serie sind ausschließlich die verschiedenen Rennversionen von Abarth 595 und Abarth 695 zugelassen.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.