31.07.2017 - 12:05 Uhr
Deutschland & Welt

So lernen Kinder schwimmen - Tipps fürs Freibad Behutsam dranbleiben

Schwimmen ist gesund und in Notsituationen überlebenswichtig. Mit dem Schwimmenlernen tun sich manche Kinder noch schwer. Eltern sollten ihre Kinder deshalb langsam ans Wasser gewöhnen - auch wenn sie selbst keine Wasser-ratten sind.

von Ferien ZeitungProfil

Nicht jedes Kind springt etwa zu Beginn des Grundschulalters fröhlich ins Wasser und lernt problemlos das Schwimmen. Weil es aber wichtig ist, sich zumindest über Wasser halten zu können, sollten Eltern behutsam dranbleiben.

Dazu rät Maria Große Perdekamp, Leiterin der Online-Beratung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Etwa zwischen fünf und acht Jahren sei ein günstiger Zeitpunkt zum Schwimmenlernen. Dann können die Kinder Anweisungen kognitiv umsetzen. Weil es das übliche Alter ist, treffen sie im Schwimmkurs außerdem gleichaltrige.

Auch wenn die Eltern selbst nicht schwimmen können oder es nicht gern machen, sollten sie die Kinder zum Kurs anmelden, sagt Große Perdekamp. „Es ist so wichtig für die Sicherheit, für die Kinder in der Schule und auch im Jugendalter.“ So ist es für einen Jugendlichen schon riskant, mal mit Freunden an den See zu fahren und dort vielleicht eine Bootstour zu machen, wenn er gar nicht schwimmen kann. Außerdem sei es ein sehr gesunder Sport, den Kinder deutlich einfacher lernen als Erwachsene.
Aber was, wenn das Kind keine Lust aufs Schwimmen hat oder sogar das Wasser scheut? „Eltern sollten das Kind dann auf jeden Fall erst mal langsam ans Wasser gewöhnen“, rät Große Perdekamp. Dabei kann viel Geduld gefragt sein - und kleine Schritte. Wenn die Kinder in der Grundschule oder Freizeit sehen, wie die anderen schwimmen, dann wollen sie oft mitziehen und überwinden ihre Scheu.

Das Wasser im Schwimmbad ist in der Regel chlorhaltig. Der ein oder andere Badegast fragt sich: Ist das schädlich? «Das Infektionsschutzgesetz verpflichtet die Betreiber von öffentlichen Bädern, dafür zu sorgen, dass Gäste durch die Benutzung nicht krank werden», erklärt Christian Höra vom Bundesumweltamt. Die Chlorung des Badewassers dient im Schwimmbad zur Desinfektion. «Selbst wer jeden Tag schwimmen geht und dabei circa 100 Milliliter Chlorwasser schluckt, muss keine Konsequenzen fürchten.»

Das, was Badegäste als «typischen Schwimmbadgeruch» wahrnehmen, ist übrigens gar nicht das Chlor im Wasser. Es sind Reaktionsprodukte des Chlors. Trichloramin ist eines dieser Desinfektionsnebenprodukte, das bei Chlorung entsteht. «Das stechend riechende Trichloramin bildet sich in gechlortem Badewasser aus der Reaktion von Harnstoff», erklärt Höra. Dieser gelange mit Schweiß, Urin oder direkt von der Haut der Badegäste ins Wasser. Harnstoff ist wichtiger Bestandteil der Haut - und hält sie feucht. (dpa)

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