Tipps für einen Urlaub in Westseeland
Grenzenlose Ruhe

Die Strände in Westseeland sind sandig und weitläufig.
 
Die Küste in Westseeland lädt zu ausgiebigen Spaziergängen ein.

Die Insel Seeland gehört zu den ruhigsten Regionen Dänemarks. Vor allem die Westküste verführt zu ausgiebigen Spaziergängen an den Sandstränden. Über den Reiz der Dünen der Dänen.

Geschätzt wird Westseeland vor allem von den einheimischen Touristen. Dauerurlauber belagern in ihren kleinen Holzhäusern und Wohnwagen die zahlreichen Campingplätze. Wer mehr Rummel sucht, kommt per Autobahn in einer Stunde locker nach Kopenhagen. Für die Anreise nach Westseeland empfiehlt sich die Fähre über Rostock nach Gedser. Die Fahrt nach Rostock dauert ab der Oberpfalz rund sechs Stunden, die Fähre nach Dänemark benötigt rund zwei Stunden.

Ruhig ist an der Westküste Seelands nicht nur die Umgebung, sondern auch das Meer. Kinderfreundliche Badestrände, an denen weder große Wellen noch Strömungen stören. Blaue Flaggen bürgen für Top-Wasserqualität, Viele ausgewiesene Plätze machen Hunden und ihren Besitzern das Leben leicht. Mit der Freundlichkeit gegenüber den Vierbeinern in den Restaurants sieht es dagegen schon nicht mehr so gut aus. An den allermeisten Gaststätten wird Hunden der Eintritt verwehrt. Entlang der 340 Kilometer langen Küstenlinie gibt es einige Höhepunkte. Hier ein paar Beispiele:

Die Halbinsel Røsnæs im Norden mit sanften grünen Hügeln, aber auch mit spektakulären Steilhängen, die durch die Eiszeit entstanden sind, gehört zu den schönsten Ecken. Røsnæs ist reizvoll, rau, wild und im Frühling und Herbst ein Rastplatz für viele Zugvögel. Der höchste Aussichtspunkt mit 55 Metern über dem Meeresspiegel ist Vågehøj. Hier steht ein Leuchtturm, der in den Jahren 1844 bis 1846 an einer Stelle errichtet wurde, an der früher eine Verteidigungsanlage lag. Die ganze äußerste Spitze der Landzunge von Røsnæs steht unter Naturschutz Auf Røsnæs liegt Dyrehøj Vingaard, das größte Weingut Dänemarks. Hier werden preisgekrönte Weine und dänische Gemütlichkeit produziert.

Der Herr über 26 000 Rebstöcke ist Tom Christensen, der 2008 auf die Idee kam, auf den Feldern um den Hof Wein anzubauen. "Es stecken keine tiefschürfenden Überlegungen dahinter. Ich wollte Wein produzieren - und habe einfach angefangen. Gute Ideen müssen verwirklicht werden. Später merkte ich, dass die Bedingungen auf Røsnæs ideal für Wein sind, was ja ein klarer Vorteil und auch einer der Gründe für unseren Erfolg ist", erzählt der Winzer.

Pflicht ist auch ein Besuch des Hafenstädtchens Korsør. Dort geht es nach Halsskov Odde, eine 200 Meter lange Landzunge, der westlichste Punkt von Korsør. Hier wird ein spektulärer Blick über den Großen Belt gewährt. Halsskov Rev ist auch ein beliebter Angelplatz. Hier wird nach Dorsch, Plattfisch, Forelle und im Frühsommer auch nach Hornhecht geangelt. Die 18 Kilometer lange Brücke über den Großen Belt verbindet Ost- und Westdänemark mit einander. Die Brücke ist das ganze Jahr hindurch rund um die Uhr geöffnet

Der schönere Hafen liegt in Skælskør. Die Einfahrt ist ein sieben Kilometer langes Vergnügen auf dem imponierenden Fjord. Der Hafen liegt im Zentrum der Stadt, die Geschäfte sind bequem zu Fuß zu erreichen. Der Hafen von Skælskør ist ein kleiner Handelshafen, der im Laufe der Woche von einigen Schiffen angelaufen wird und liegt in Verbindung mit dem Fischereihafen. Hier ist jede Menge Platz für Segler.

Besonders mit Kindern lohnt ein Ausflug nach Trelleborg. Die mächtige Ringburg Harald Blauzahns aus dem Ende des 10. Jahrhunderts ist die am besten erhaltene ihrer Art und zusammen mit dem dazugehörigen Museum ein Erlebnis für die ganze Familie. Sie gibt einen intensiven Einblick in das Leben vor 1000 Jahren. Die landschaftlich schöne Umgebung und der gut erhaltene Ringwall können genauso erlebt werden, wie früher zur Zeit der Wikinger.

Auch ein Besuch in Vesterlyng lohnt, Seelands größtes Heidegebiet mit einem der besten Sandstrände der Region. Der Naturpark Åmosen lockt ebenso, ein großes Feuchtgebiet, das aus kleinen Flusstälern, Seen und Moorgebieten besteht und sich mit einem Gesamtareal von rund 45 Kilometern durch die hügelige Moränenlandschaft erstreckt.

Überall im Land gibt es kleine Flohmärkte, die "Loppe marked". Hier bieten die Einheimischen oftmals kuriose Raritäten an. Es ist im Dorf auch ein Treffpunkt bei Kaffee und Kuchen - und eine sehr gute Gelegenheit, mit den Dänen ins Gespräch zu kommen.

KopenhagenEin Besuch in Kopenhagen ist bei einem Urlaub in Seeland Pflicht. Die dänische Hauptstadt mit ihren rund 600 000 Einwohnern lädt zu einem Spaziergang am Hafen ein. Entlang der Wasserstraßen gibt es etliche Cafes und Restaurants - preislich allesamt auf oberem Niveau. Für Fahrradfahrer ist Kopenhagen ein Paradies. Die Radwege haben schon fast Autobahn-Ausmaße.

Ein Muss ist ein Bummel durch die Freistadt Christiana. Die alternative Wohnsiedlung besteht seit dem Jahr 1971. Die Anwohner vermarkten sich mittlerweile sehr offensiv selbst mit Führungen, Shirts und Schnickschnack. Lohnend ist auch ein Abstecher ins angesagte Viertel Vesterbro, wo die Hipster regieren. (we)

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