06.10.2017 - 20:00 Uhr
Deutschland & Welt

Volkswagen mischt die Nutzfahrzeuge auf Crafter ist der neue Sprinter

Mit dem Kleintransporter Crafter will Volkswagen die leichten Nutzfahrzeuge aufmischen. In der sogenannten Sprinter-Klasse gibt bislang meist der Zwillings-Bruder aus Stuttgart den Ton an. Und das soll sich ändern.

von Berthold Zeitler Kontakt Profil

Vergangenen November haben sich die Hannoveraner abgenabelt und die Kooperation mit Mercedes aufgekündigt. Stattdessen läuft nun im polnischen Werk Wrzesnia eine Eigenentwicklung vom Band. Und das recht erfolgreich. Nach dem Start vor knapp einem Jahr schiebt die VW-Sparte nun die ersten Derivate nach.

Gab's zunächst nur einen Fronttriebler mit bis zu 3,5 Tonnen Gesamtgewicht, so präsentiert sich der Crafter nun als Spezialist für maßgeschneiderte Transportlösungen. Das Angebot ist ausgesprochen vielseitig und liest sich allein in Zahlen schon imposant: acht Aufbauarten vom Kastenwagen als Allrounder über den Kombi für den Personentransport (Start zweite Jahreshälfte 2018) bis hin zum Doppelkabiner, der sich als Pritschenwagen auf der Baustelle ebenso zu Hause fühlt wie in der Forstwirtschaft oder im klassischen Handwerk und sich für diverse Aufbauten auch im boomenden Reisemobil-Markt empfiehlt. Dazu kommen noch vier Gewichtsklassen von 3,0 bis 5,5 Tonnen (ab 2018) Gesamtgewicht, zwei Radstände (bis 4,49 Meter) und drei Gesamtlängen (bis 7,40 Meter) und drei Dachhöhen von "normalen" 2,30 bis zu 2,80 Meter.

Elektro-Crafter

Und dann sind da noch vier drehmomentstarke (300 bis 410 Newtonmeter) und wirtschaftliche Turbodiesel mit Partikelfilter und SCR-Kat, die mit einer Leistungsbreite von 102 bis 177 PS keine Wünsche offen lassen. Alle sind mit einem Start-Stopp-System samt Rekuperation gekoppelt. Und schließlich gesellen sich zum Fronttriebler noch Heck- und Allradantrieb für schwierigste Gelände- und Witterungsbedingungen. Sechsgang-Handschaltung ist Serie, eine achtstufige Automatik eine ausgezeichnete Option. Alles in allem reicht das für mehr als 70 Varianten. Noch im Dezember soll in einer Kleinserie eine Elektro-Version gebaut werden.

Sicherheit und Komfort

Mit der zweiten Generation des Crafter halten auch typische Technologien aus der Pkw-Sparte Einzug in die Welt der Nutzfahrzeuge. Dank diverser Assistenten wird unter anderem das Ein- und Ausparken zum Kinderspiel, verliert der "Tote Winkel" seinen Schrecken und geht das Bugsieren eines Anhängers leicht von der Hand. Automatische Distanzkontrolle, sensorbasierter Flankenschutz, elektromechanische Servolenkung und Multikollisionsbremse tun ein Übriges.

Fuhrparkmanagement

LED-Licht, ein schwingbarer Fahrersitz mit dem Siegel der "Aktion gesunder Rücken" (AGR), Klimaautomatik, beheizbares Lenkrad oder moderne Radio- und Navigationssysteme sowie ein digitales Fuhrparkmanagement finden sich im Zubehör-Katalog. Da ist es dann allerdings nicht mehr mit einem Einstiegspreis von 26 280 Euro für den Kastenwagen, 33 318 Euro für das Fahrgestell und 35 801 Euro für die Pritsche getan. Mehrwertsteuer kommt selbstredend immer noch dazu.

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