26.09.2017 - 14:52 Uhr
Deutschland & Welt

Wie nasskaltes Wetter mit wenig Sonnenschein nicht aufs Gemüt schlägt Happy im Herbst

Gerade noch kitzelte uns die Sonne an der Nase, sommerliche Hitze sorgte für jede Menge Glückshormone in Körper, Geist und Seele – und dann kommt der Spielverderber: Herbst. So manchem fällt die Wetterumstellung schwer, Antriebslosigkeit, ständige Müdigkeit oder Schlafstörungen prägen den Tag und die Nacht. Ein Naturgesetz ist dies allerdings nicht, denn nasskaltes Wetter mit wenig Sonnenschein muss nicht zwangsläufig aufs Gemüt schlagen. Unsere Tipps gegen den Herbstblues.

von Gesund & VitalProfil

Raus ins Freie!

Wenn im Herbst die Tage kürzer, die Abende länger werden, dann fehlt vor allem eines: Licht. Für die Produktion des Glückshormons Serotonin ist Licht jedoch von entscheidender Bedeutung. Fehlt dieses Hormon, fühlen wir uns schlechter. Die Lösung ist denkbar einfach, raus ins Freie! Denn auch wenn es den Anschein hat, als wäre die Sonne an grauen Tagen schlichtweg nicht vorhanden, strahlt sie doch in ausreichendem Maße, um uns mit genügend Licht zu versorgen. Tipp Nummer eins gegen den Herbstblues, einfach jeden Tag an die frische Luft, mindestens eine halbe Stunde. (Das natürliche Licht ist übrigens nicht durch die Sonnenbank zu ersetzen).

Rein in den Farbrausch!

Jeder Mensch reagiert auf Farben, leuchtende und kräftige Farben wie Gelb, Orange oder Rot heben die Stimmung, wohingegen Grün besänftigt und Blau beruhigt. Diese Lehre lässt sich wunderbar gegen den Herbstblues einsetzen, idealerweise in Verbindung mit Vitaminen: Ein duftender Obstkorb mit Zitrusfrüchten liefert beispielsweise jede Menge Power für Augen und Abwehrkräfte gleichermaßen. Da kommt in den eigenen vier Wänden gleich Stimmung auf!

Ab in die Wohlfühl-Pflege!

Der Wind pfeift eisig ums Haus, was gibt es da Schöneres, als in die Badewanne zu steigen und den Körper mit herrlich duftendem Heißwasser zu verwöhnen? Haut und Haare werden es danken, denn wenig Sonne und wenig Licht, dazu die kalten Temperaturen, das alles sorgt dafür, dass die Haut austrocknet und die Haare spröde, glanzlos sind. Also ab in die Wohlfühl-Pflege mit Duftölen und Badeschaum, da fühlt man sich doch gleich viel besser!

Ran an die richtige Ernährung!

Obst und Gemüse sind gut für uns – das gilt insbesondere im Herbst. Denn vor allem dann ist es wichtig, die körpereigenen Abwehrkräfte mit Vitaminen zu unterstützen. Ebenso dankbar nimmt der Organismus Kohlehydrate auf, die einen wichtigen Beitrag für die Produktion von Glückshormonen leisten. Kohlehydrate finden sich in Vollkorn, Nüssen, Bananen, Milchprodukten sowie Trockenfrüchten. Da ist der Herbstblues doch gleich gegessen!

Hin zu den Freunden!

Nur alleine daheim rumsitzen und permanent in seinem Gedankenkarussell kreisen, das geht auf Dauer nicht gut – auch und gerade im Herbst nicht. Also Schluss mit der einsamen Melancholie, es gilt, sich mit Freunden zu treffen! Die Möglichkeiten von gemeinsamen Unternehmungen sind so zahlreich: Kino, Essengehen, Shopping, Sport. Und wer dann noch immer schlecht drauf ist, kann sich sicher sein, dass geteiltes Leid ja immerhin halbes Leid ist.

Stimmungstief oder Depression?

Im Gegensatz zum relativ harmlosen Herbstblues gilt es die wichtige Unterscheidung zur sogenannten „Saisonal abhängigen Depression“ (SAD) zu treffen. Hierbei handelt es sich um eine Unterform depressiver Erkrankung, die sich meist in den Herbstmonaten entwickelt. Typisch für eine SAD sind tiefe Niedergeschlagenheit, fehlender Antrieb, sowie Erschöpfungs- und Angstzustände. Betroffene verlieren ihre Lebensfreude und Motivation, spüren zudem ein vermehrtes Schlafbedürfnis. Vor allem, wenn diese Symptome in Verbindung mit hohem Leidensdruck länger als zwei Wochen auftreten, sollte man zu seinem Hausarzt gehen, um die genaueren Ursachen zu erforschen. Denn jede Form einer Depression ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die mit einem vorübergehenden Stimmungstief nichts zu tun hat.

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