29.12.2017 - 20:00 Uhr
Deutschland & Welt

Zitronenfalter gegen den Winterblues Fahrbericht Fiat 500L Cross

Mitten hinein ins Dezember-Grau flattert dieser automobile Zitronenfalter als Stimmungsaufheller. "Süß", jubelt die Nachbarin und gehört damit eindeutig zum Beuteschema dieses Familien-Vans, der mit den Schlüsselreizen des Cinquecento spielt, dem Kleinwagenformat aber längst entwachsen ist.

Der Fiat 500L Cross hat nur den Namen und ein paar Designelemente vom Cinquecento; tatsächlich ist er ein geräumiger Familien-Van. Bilder: ma (3)
von Michael Ascherl Kontakt Profil

Der 500L (das L steht für Large) will und kann Familie. Als Cross hat er sich ein bisschen auf wild geschminkt und wirkt mit seinem (wirkungsarmen) Unterfahrschutz ein wenig wie ein Teenager mit Zahnspange. Egal: Die Flut von sinnvollen Ausstattungs-Details, die er dafür mitbringt machen optische Ausreißer wett. Zunächst ist der 500L ein robuster Van, der - machen wir uns nicht vor - näher am Kleintransporter Cubo ist als am Cinquecento. Der 120-PS-Diesel im Testwagen ist akustisch sehr präsent, zieht dafür aber an wie Bud Spencer beim Seilzeihen. Die maximale Kraft von 320 Newtonmeter stellt er schon bei 1500 Umdrehungen bereit. Auch wenn er Cross heißt, liefert der Testwagen immer an die Vorderräder. Der Verbrauch ist mit fünf Litern Diesel im Testmittel erfreulich niedrig.

Luft über dem Scheitel

Innen herrscht die große Luftigkeit. Selbst über unserem 1,85-Meter-Scheitel bleiben locker noch 20 Zentimeter Luft. Auf der in der Länge verschiebbaren Rückbank finden tatsächlich drei Personen Platz. Die Sitze selbst sind einen Tick zu weich und in der Oberschenkelauflage einen Deut zu kurz geraten. Dafür lassen sich die hinteren schieben, klappen und wickeln. Das Fahrwerk ist eher komfortabel abgestimmt, die Lenkung indirekt. Ein Sportwagen ist der Van nicht und will es auch nicht sein. Lange Reisen? Aber gerne.

Reich an Ausstattung

Reden wir über Bedienung und Assitenten? Besser nicht. Der Testwagen hat zwar alle erdenklichen Extras an Bord (Sitzheizung, Rückfahrkamera, Klimaautomatik), sie aufzuspüren dauert aber schon eine gute Weile. An Assistenten bietet er lediglich eine autonome City-Notbrems-Funktion und einen Tempomaten. Spurhalter oder Abstandsradar gibt's nicht. Das Uconnect-System von Fiat versteht sich mit Mobilgeräten sehr gut und navigiert dank Tom-Tom auch zuverlässig ans Ziel. Abwaschbarkeit steht in diesem Van über High-End-Oberflächen, und schon deshalb sollten Familien mit einem Budget knapp über 20 000 Euro den 500L Cross in die engere Wahl nehmen. Die gute Laune gibt's gratis dazu.

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