21.10.2017 - 11:52 Uhr
Deutschland & Welt

Hyundai sorgt für frischen Wind Kona surft auf der SUV-Welle

Markus Schrick hat eine Vision. Der Geschäftsführer von Hyundai Deutschland will mit der Korea-Marke nicht nur zum begehrtesten Import-Label werden, sondern zu einer “echten Alternative zu VW”. Und das hat auch mit dem Ironman zu tun.

von Berthold Zeitler Kontakt Profil

Kona, wie der legendäre Strandabschnitt auf Hawaii, heißt das brandaktuelle Modell, mit dem die Koreaner auf der SUV-Welle surfen. Zwar ist Hyundai mit Tucson, Santa Fe und Grand Santa Fe da schon ganz gut unterwegs, aber halt nicht im extrem stark wachsenden Segment der Kleinen und Kompakten. Dass Spätzünder dennoch erfolgreich den Markt aufmischen, hat das Beispiel Tiguan bei VW ja gezeigt.

Kein Bruder vom Stonic

Mit dem Klassenprimus hat der Kona aber nichts am Hut, drückt vielmehr mit Opel Crossland, Nissan Juke oder eben VW T-Roc die Bank. Wenn auch die Schwester-Marke Kia vor wenigen Wochen vorgeprescht ist, als Zwillingsbruder des Stonic versteht sich der Kona keineswegs. Während Ersterer eher ein hochgebockter Rio ist, baut der Hyundai auf einer eigenständigen Plattform. Bunt und frech präsentiert sich der kleine Abenteurer, der zwar dank Allrad (ab 1,6-l-Motor), angedeutetem Unterfahrschutz und robust wirkender Kunststoffbeplankung die Zutaten für einen (gemäßigten) Geländeritt dabei hat, aber wohl eher als City-Kraxler in der Stadt denn als Kletterziege über Stock und Stein seine Bestimmung finden wird.

Schick und sympathisch ist er allemal, athletisch und muskulös auch, frisch und jugendlich sowieso. Ein echter Eyecatcher also, ein Blickfänger in der SUV-Menge.
Kraftvoll steht der Kona auf den stämmigen 18-Zöllern (ab Style Serie). Markant das Gesicht mit den schlitzäugigen LED-Scheinwerfern, stimmig die Seitenlinie und prägnant die Heckansicht. Zum frechen Charakter passt auch der Innenraum mit farblich zur Außenlackierung abgestimmten Blenden an Lüftungsdüsen und Schalthebel, Ziernähten an den sportlich-straffen Sitzen oder gar Sicherheitsgurten. Platz ist vorne überraschend viel, hinten klassenüblich gerade noch genug. Die Rücksitzlehnen lassen sich asymmetrisch umklappen, das Ladevolumen bewegt sich auf dem Niveau der Mitbewerber.

Ganz nach Maß

Fünf Ausstattungslinien ermöglichen einen Kona ganz nach Maß. Aktiven Spurhalteassistent und Aufmerksamkeitswarner, Bergan- und -abfahrhilfe, elektrische Fensterheber auch hinten sowie Bluetooth-Freisprecheinrichtung und Tempomat bietet schon die Einstiegversion Pure. In den weiteren Varianten wird es immer üppiger und luxuriöser bis hin zum autonomen Notbremsassistenten samt Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung, Rückfahrkamera, beheizbarem Lenkrad und Head-Up-Display. Dazu kommen noch Assistenten,  die unter anderem vor  Querverkehr und totem Winkel warnen. Oder (Leder-) Sitzen mit Heizung und Ventilation.

Zum Start am 4. November rollt der Kona zunächst nur mit zwei Benzinmotoren (siehe Datenblatt). Den Einstieg markiert ein Einliter-Dreizylinder (120 PS), der schon ganz flott unterwegs ist und gut am Gas hängt. Wer Allrad mag, muss  zum 1,6-l-Vierzylinder (177 PS) greifen. Der bietet einen souveränen Antritt und verteilt je nach Anforderung die Kraft stufenlos an die beiden vorderen oder alle vier Räder. Damit einher geht ein präzise arbeitendes Direktschaltgetriebe. Beiden Versionen gemein ist ein straffes Fahrwerk. Drei Fahrmodi (Eco, Sport, Comfort) greifen in die Lenk- und Schaltcharakteristik ein.

Elektro-Kona kommt

Nächstes Jahr schiebt Hyundai noch zwei neuentwickelte Diesel samt Partikelfilter und SCR-Kat mit 115 und 136 PS nach und präsentiert sich mit einer Elektro-Version als Vorreiter. Der E-Kona wird zunächst ab Sommer mit einer Reichweite von etwa 390 Kilometern zu haben sein und im Herbst mit einer größeren Batterie bis zu 500 Kilometer zurücklegen können. Die anvisierten 200 PS sind da schon eine Ansage.

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