Berlin.
Kulturnotizen Grütters: Preis für Buchhandel

(dpa) Mit einem Preis für unabhängige, inhabergeführte Buchhandlungen will Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) den stationären Buchhandel im Kampf gegen den Onlinehändler Amazon unterstützen. Der Tageszeitung "Die Welt" sagte Grütters, die Auszeichnung solle 2015 erstmals vergeben werden. "Ein solcher Preis - immerhin sprechen wir von gut einer Million Preisgeld, aus dem viele einzelne Buchhandlungen prämiert werden können - ist mehr als ein symbolischer Akt", betonte Grütters.

Man wolle "ein Zeichen für engagierte und innovative stationäre Buchhandlungen setzen" und zu einer Sensibilisierung der Verbraucher beitragen, sagte Grütters. Einen offenen Brief gegen die Methoden von Amazon haben mehr als 1600 Autoren unterschrieben. Sie werfen dem Unternehmen vor, es manipuliere gezielt Empfehlungslisten und liefere Bücher bestimmter Verlage verlangsamt aus, um höhere Rabatte durchzusetzen.

Grafs "Schwestern" für Oscar nominiert

München. (dpa) Die Dreiecksgeschichte "Die geliebten Schwestern" von Dominik Graf geht für Deutschland ins Rennen um die Oscars. Das auf wahren Begebenheiten beruhende Kino-Epos schildert die gefährliche Liebschaft des Dichters Friedrich Schiller mit zwei Frauen. Graf habe mit persönlicher Handschrift eine bewegende Liebesbeziehung einfühlsam inszeniert, begründete die Jury der Auslandsvertretung des deutschen Films, German Films, am Mittwoch in München die Entscheidung. Regisseur Graf reagierte begeistert: "Großartig! Ich freue mich sehr! Schiller goes to Hollywood!"

Boy-Gobert-Preis für Birte Schnöink

Hamburg.(dpa) Die Schauspielerin Birte Schnöink (30) vom Hamburger Thalia Theater erhält den mit 10 000 Euro dotierten Boy-Gobert-Preis. Die Auszeichnung vergibt die Körber-Stiftung jährlich für Nachwuchsschauspieler an Hamburger Bühnen. "Birte Schnöinks Spiel wirkt nüchtern und unaufwendig, in Wahrheit ist es hochkonzentriert", begründete die Jury unter dem Vorsitz des Schauspielers Burghart Klaußner in einer Mitteilung am Mittwoch ihre Entscheidung. Der seit 1981 verliehene Preis ging bereits an Schauspieler wie Ulrich Tukur, Martin Wuttke und Fritzi Haberlandt.
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