08.07.2005 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Boris Cepeda veröffentlicht seine Solo-Klavier-CD mit einzigartigem Repertoire Pianist, Diplomat und Max-Reger-Botschafter

von Redaktion OnetzProfil

Boris Cepeda, Ecuadorianer mit russischem Vater, hat viele Weidener Musikfreunde mit ihrem Max Reger bekannt gemacht. Schon vor den ersten Max Reger Tagen 1999 leistete der junge Pianist Pionierarbeit in Sachen Reger, trat nicht nur in dessen Geburtsort Brand konzertant auf. Nun hat der 31-jährige, hauptberuflich seit drei Jahren Kultur- und Presseattachée der Vertretung seines Landes in Deutschland, seine erste Solo-CD mit den schönsten Aufnahmen (u.a. von Radio Bremen) aus zehn Jahren herausgebracht.

Start mit Max Reger

Der einstündige Klaviergenuss beginnt mit Max Regers "Vier Spezialstudien für die linke Hand", die wohl niemand so flüssig und ausdrucksvoll beherrscht wie Cepeda. Karol Szymanowski ist einfühlsam und technisch virtuos mit seinen "Variationen über ein polnisches Thema" opus 10 vertreten. Bei der Ungarischen Rhapsodie Nr. 2 von Franz Liszt blüht Cepeda zur großen Pose auf, nicht ohne auf Raffinesse und Melodik zu achten.

Südamerikanisch-spanische Klänge gibt es mit Melancholie, Witz und Temperament durch das "Intermezzo Inca" von Ignacio Canelos (1898 bis 1957) und bei "El Espantapajaros", der "Vogelscheuche" von Gerardo Guevara (*1930 ) in großer Farbigkeit kennenzulernen.

Als Absolvent der Deutschen Schule Quito, als Preisträger mehrerer nationaler Wettbewerbe mit internationaler Erfahrung war Boris Cepeda einst Student bei Professor Kurt Seibert an der Hochschule der Künste Bremen geworden, wirkte schon damals Mitte der Neunziger Jahre an der Produktion einer Reger-CD mit. Im Jahr 2000 schloss Boris Cepeda sein Klavierstudium mit Auszeichnung ab. Inzwischen verbindet der junge Diplomat und Pianist seine beiden Berufe ideal.

Kunst- und Kulturorden

Kürzlich wurde er ausgezeichnet vom Parlament seines Heimatlandes mit dem höchsten Kunst- und Kulturorden "Vicente Rocafuerte" für seine künstlerischen Verdienste in 25 Jahren (Boris Cepeda trat bereits mit 5 Jahren pianistisch auf). Der Interpret ist in diesem Jahr schon im Großen Saal der Unesco in Paris, in der Schweiz und bei der Weltausstellung in Aichi/ Japan konzertant zu erleben gewesen, startet diesen Frühsommer zu einer Konzerttournee durch Ecuador. Boris Cepeda wirkt auch heuer bei den 7. Weidener Max Reger Tagen zweimal aktiv mit: am 5. August tritt er im Innenhof der Regionalbibliothek gemeinsam mit der Sopranistin Tanja Schun und dem Bariton Peter Schöne bei Regers reichen Liedkompositionen opus 70 und 75 auf.

Ferner ist er am 31. August im Maria-Seltmann-Haus gemeinsam mit seiner Frau Katja Cepeda (die als Pianistin ebenfalls die Max Reger Tage mit aus der Taufe gehoben hat) mit den jeweils für Klavier zu vier Händen bearbeiteten Fassungen von Max Regers Orgelsuite opus 16 und dem 3. Brandenburgischen Konzert von Bach. Dieses Konzert gab das seit 1998 bestehende "Max Reger Klavierduo" der beiden Cepedas bereits diesen März in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin.

Die CD ist für 15 Euro zu bestellen im Internet unter boris[at]cepeda[dot]de.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.