13.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Das 16. Musik-Festival "Palazzo" in Regensburg geht mit der "Simon & Garfunkel Revival Band" zu ... Frau Robinson trifft auf französische Lebenskunst

Die "Simon & Garfunkel Revival Band" bildete den Abschluss des diesjährigen Musikfestivals "Palazzo". Bild: Wolke
von Susanne WolkeProfil

Regensburg.Und jetzt an alle: "Feel Groovy!" Leicht gesagt und leicht getan. Beim Auftritt der "Simon & Garfunkel Revival Band" im Regensburger Thon Dittmer Palais versank das Publikum augenblicklich in lockerer Entspanntheit. Lässige Folk-Pop-Klänge, die samtig-einlullende Stimme eines relaxten Frontsängers, gewürzt mit gelegentlichen Späßchen, und ein wunderbarer Sommerabend im Renaissance-Innenhof: Das ausverkaufte Konzert bildete einen gelungenen Abschluss des "Palazzo-Festivals".

Südlandische Klänge

Evergreens wie "Mrs. Robinson", "Bright Eyes" oder "Sound of Silence" standen dabei stellvertretend für das, was das internationale Musik-Festival ausmacht. "Es geht uns um emotionale Musik", sagt Alex Bolland. Dazu gehören für den Veranstalter auch viele südländische Klänge. Kubanisch, italienisch oder französisch ausgerichtete Ensembles spielen beim "Palazzo" eine wichtige Rolle.

So auch beim diesjährigen Festival, dem 16. seiner Art übrigens, das Bolland rückblickend als überaus gelungen bezeichnet. "Neben schönen Regenkonzerten hatten wir dieses Jahr sogar noch viel mehr Gutwetterkonzerte", scherzt der Veranstalter. Dass ausgerechnet beim lateinamerikanisch-portugiesischen Abend mit Maria João und Mário Laginha Regen fiel, bestätigte zwar wohl das Bild vom trüben Deutschland im Gegensatz zum sonnigen Süden.

Alex Bolland allerdings dürfte das schlechte Wetter an die Geburtsstunde des "Palazzo-Festivals" erinnert haben. Bei einem Bürgerfest betrieb der Kulturveranstalter vor mittlerweile 17 Jahren den Innenhof des Thon-Dittmer-Palais. Dabei ließ er auch das "Trio Salato" spielen, damals eine noch relativ unbekannte Formation. "Das Publikum war hin und weg", erzählt Bolland - trotz des einsetzendes Regens und der dadurch erzwungenen Abschaltung jeglicher Technik. In einem Schwung von Begeisterung sang das "Trio Salato" ohne Mikrofon und ohne Boxen weiter - und Alex Bolland dachte sich: "Das ist es!" Es war der Moment, als er das Thon Dittmer Palais als idealen Ort für Konzerte erkannte.

Das "Trio Salato" war auch dieses Jahr wieder mit von der Partie. Ebenso wie andere Interpreten, die längst Stammgäste des "Palazzo-Festivals" sind: Steffi Denk und Markus Engel-staedter kamen sowohl solo als auch gemeinsam zur "Mowtown Summer Soul Revue", als unsterbliche Songs der "Supremes", der "Temptations" oder der "Jackson Five" auf dem Programm standen. Sommerliches "Savoir vivre" vermittelte das "Trio Trikolore".

Für Bolland präsentieren diese regionalen Musikgrößen das Erfolgsrezept des einst als internationales Musik-Festival ins Leben gerufenen "Palazzo": "Eine Würdigung der großartigen regionalen Musikszene, ergänzt durch internationale Stars", so charakterisiert er die Konzertreihe. Genau anders herum als ursprünglich geplant also - und dabei ganz nach dem Geschmack der Besucher.

Heimeliges Klima

Die kommen nämlich immer wieder: Vertraute Gesichter, die Bolland vor dem Konzert ausdrücklich begrüßte, und die vor allem das besondere Flair des "Palazzo-Festivals" schätzen. "Wohnzimmeratmosphäre" - treffender könnte der Organisator die Stimmung im Thon-Dittmer-Palais nicht beschreiben. Kein Wunder, denn das Festival ist ein Familienprojekt. Als Helfer beteiligt sind ausschließlich Verwandte des Veranstalters und deren Freunde. Ein heimeliges Klima, in dem sich die Zuschauer herzlich empfangen fühlen. Es ist also ganz einfach: "Feel groooovy!"

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